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André Barz
Kennst du E.T.A. Hoffmann?

"Erlaubst du, geneigter Leser, ein Wort? Hättest du nicht Lust auf einen Tee oder eine heiße Schokolade? Vielleicht magst du aber auch lieber einen Punsch, so wie ich?"

Dieses Buch, versehen mit allerlei Bildern und Zeichnungen, macht es leicht E.T.A. Hoffmann kennenzulernen. Das Beste daran ist, der "erste Fantasy-Dichter" erzählt ganz persönlich sein Leben, davon, wie er eigentlich Musiker werden wollte und dann doch Schriftsteller geworden ist, obwohl ihn das nie interessiert hat, und von seinen Erfahrungen mit der Liebe. Nebenbei gibt er einige seiner Märchen und Erzählungen zum besten.

Sehnsucht

Sehnsucht

Joseph von Eichendorff

Von der Versuchung eines Christen

Joseph von Eichendorff (1788 - 1857) war einer der bedeutendsten Romantiker und hat sich als religiöser, tugendhafter, ja fast biederer Autor, Beamter, Ehemann und Familienvater ins Bewusstsein seiner Leser eingeprägt. Das Gedicht „Sehnsucht" zeigt, dass auch er sich mit Verlockungen auseinanderzusetzen hatte, welche die Beschäftigung mit Kunst unwillkürlich mit sich bringt. Auch das „lyrische Ich" dieses Gedichts „trafen Liebesblicke" und es hört ungeduldig „Rosse scharren" und hatte eine Ahnung von Schönheit und Glück, die außerhalb des gewohnten Lebensraums stehen. Er sehnt sich danach. Nachdem er sich aber einmal für die Treue entschieden hat, will er mit „Freuden und Schmerzen" dabei bleiben und sein Herz nicht entweichen, sondern eher „untergehen". In seinem Verzicht tritt auch Resignation erkennbar hervor.

Florian Russi

Selig, wer zur Kunst erlesen,
Ruhig in getreuer Lust,
Hoher Dinge seltsam Wesen,
Selber froh erschreckt, mag lesen
In der Wundervollen Brust!

Wie die Rosse mutig scharrten!
Ach! die Freunde sind voraus!
Draußen blüht der schöne Garten,
Draußen Wald und Liebchen warten,
Und ich kann nicht, kann nicht raus!

Bleib' ich ewig fern vom Glücke? -
Wen die Treue ganz durchdrang,
Einmal trafen Liebesblicke,
Ach! er kann nicht mehr zurücke,
Und ich kniee Lebenslang.

Lodert, lodert heilge Kerzen!
Bleibet unerhört mein Flehn:
Will ich in den Freuden, Schmerzen,
Mit dem unentweihten Herzen
Treu und heilig untergehn.

 

*****

Vorschaubild Rita Dadder (Brunnen im Garten des Restaurants Troika in Obergrundstedt (Weimar/Thüringen)

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