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Wilfried Bütow
Kennst du Heinrich Heine?

Kunstfertig in vielen Genres, geht Heine souverän mit den Spielarten des Komischen um, erweist sich als ein Meister der Ironie und der Satire und weiß geistreich und witzig zu polemisieren.
Doch hatte er nicht nur Freunde. Erfahre mehr vom aufreibenden Leben Heines, wie er aus Deutschland fliehen musste, in Paris die Revolution von 1830 erlebte und den großen Goethe zu piesacken versuchte.


Unsre Wiesen grünen wieder

Unsre Wiesen grünen wieder

Johann Gaudenz von Salis-Seewis

Das heitere Frühlingslied, welches erstmalig mit dem Titel Im Frühling erschien, entstammt in Text von dem Schweizer Dichter Johann Gaudenz von Sali-Seewis (1762-1834). Die Melodie in mehrstimmigem Satz erschien in verschiedenen Variationen. Zum einen als Komposition des bekannten Salzburger Musikers Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), zum anderen in mehrstimmiger Variation des italienischen Komponisten Vincenzo Righini (1756-1812), an dessen Partitur sich der vorliegende Notensatz orientiert. Unsre Wiesen grünen wieder beschäftigt sich mit der Wiedergeburt der Natur zur Frühlingszeit, welche sich als Teil der göttlichen Schöpfung versteht.

Carolin Eberhardt

Melodie anhören:

1. Strophe

Unsre Wiesen grünen wieder,

Blumen duften überall;

laut ertönen Finkenlieder,

lieblich schlägt die Nachtigall.

Hell wie Gold und Purpur strahlet

lichter Maienwölkchen Schaum,

und der holde Frühling malet

|: weiß und roten Apfelbaum. :|


2. Strophe

Alles rundumher verkündet

unsres Schöpfers Freundlichkeit;

was da lebet und empfindet,

freut sich dieser Wonnezeit.

Welch‘ ein neues reges Streben

herrscht im Wald und auf der Flur!

Sollt ich ihn nicht auch erheben,

|: ihn, den Vater der Natur. :|


3. Strophe

Ja, in all der Stimmen Menge,

die dich preisen, misch auch ich,

Vater, meine Lobgesänge

und frohlock' und preise dich.

Deiner Huld und deiner Güte

will auch ich mich dankbar freun,

und mit kindlichem Gemüte

|: dir mein ganzes Leben weihn. :|


*****

Vorschaubild: Frühlingsmorgen, Gouache auf Velin, 1933, Urheber: Georg Macco via Wikimedia Commons gemeinfrei; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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