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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

Ich armes welsches Teufli

Ich armes welsches Teufli

Der fröhliche 3-stimmige Kanon über ein welsches Teufli wird gern in den Schulunterricht aufgenommen. Das Volkslied stammt aus dem 18. Jahrhundert, wurde als Volkslied in Volksweise überliefert und unter anderem in dem Liederbuch des Reichsarbeiterdienstes (1934) publiziert. Das Soldatenlied greift den altdeutschen Ausdruck welsches auf, welcher die einstige germanische Bezeichnung für die antiken Römer und die romanisierten Kelten bzw. die damalig Fremden darstellte. Trotz des doch ernsten Themas, denn der Soldat ist erschöpft von seiner langen Reise, ist das Stück in Text ironisch und in Melodie fröhlich gestaltet. Vorstellbar ist, dass der Kanon während des Truppenmarsches von den Soldaten zur Unterhaltung gesungen wurde.

Carolin Eberhardt


Ich armes welsches Teufli

bin müde vom |: Marschieren :|

bin müde vom Marschiern.

Ich hab' verlorn mein Pfeifli

aus meinem |: Mantelsack :|

aus meinem Mantelsack.

Ich glaub', ich hab's gefunden,

was du verloren |: hast :|

was du verloren hast.



*****

Vorschaubild: Ungarischer Husar im 16. Jahrhundert; Holzschnitt, 1550, Urheber: Jost Amman via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt

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