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Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Müde bin ich, geh' zur Ruh'

Müde bin ich, geh' zur Ruh'

Luise Hensel

Als Nachtgebet für Kinder wurde Müde bin ich, geh‘ zur Ruh‘ erdacht und erstmalig von der Urheberin des Textes, Luise Hensel, in Lieder von Luise Hensel 1869 publiziert. Den Text in damals vier Strophen verfasste die Dichterin bereits 1816 im Alter von 18 Jahren. Die Intention für dessen Gestaltung war das fehlende Verständnis von Kindern über den Sinn des Gebetes. Bereits ohne dazugehörige Melodie, welche in Volksweise überliefert und ursprünglich aus Kaiserwerth stammt, erfuhr das Gedicht eine weite Verbreitung. Heute ist es in über 70 Liedersammlungen und Schulliederbüchern enthalten. Neben Johann Abraham Peter Schulz und August Härtel, wurde das Stück auf von Friedrich Silcher variiert.

Carolin Eberhardt

1. Strophe

Müde bin ich, geh‘ zur Ruh‘,

Schließe beide Äuglein zu:

Vater, lass die Augen dein

Über meinem Bette sein.


2. Strophe

Hab ich unrecht heut‘ getan,

sieh‘ es, lieber Gott, nicht an!

Deine Gnad‘ und Jesu Blut

Macht ja allen Schaden gut.


3. Strophe

Alle, die mir sind verwandt,

Gott, lass ruh’n in deiner Hand!

Alle Menschen, Groß und Klein,

sollen dir befohlen sein.


4. Strophe

Kranken Herzen sende Ruh‘,

nasse Augen schließe zu;

lass den Mond am Himmel steh’n,

und die stille Welt beseh’n.


*****

Vorschaubild: Original Noten "Nachtgebet" entnommen aus: Unser Liederbuch: die beliebtesten Kinderlieder; herausgegeben von: Merck, Friederike, 1900, S. 29.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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