Deutschland Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.deutschland-lese.de
Unser Leseangebot

Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Die Blümelein, sie schlafen

Die Blümelein, sie schlafen

Anton Wilhelm Florentin Zuccalmaglio

Bereits seit 1840 geleitet das schöne Schlaflied die Kinder zur Guten Nacht. Erstmals wurde das Stück unter dem Titel Sandmännchen in der Sammlung Deutsche Volkslieder mit ihren Originalweisen unter Herausgeberschaft von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803-1869) und August Kretzschmer veröffentlicht. Zuccalmaglio war zugleich auch der Verfasser des Textes. Die Melodie geht auf eine alte Volksweise um 1697 zurück. Durch die Kombination des gefühlvollen Textes mit der bereits bekannten Melodie erfuhr das Lied eine sehr schnelle Verbreitung innerhalb der Bevölkerung, so dass es in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts im Repertoire der bürgerlichen Hausmusik zu finden war. Einen weiteren Meilenstein des Bekanntwerdens durchlief das Stück mit der Aufnahme als Klavierlied in Johannes Brahms Vierzehn Volks-Kinderlieder 1858. Eine von vielen weitere Veröffentlichung erfolgte vier Jahre später in Friedrich Wilhelm Arnolds Heft Deutsche Volks-Lieder aus Alter und neuer Zeit, gesammelt und mit Clavierbegleitung versehen von F.W. Arnold.

Carolin Eberhardt

1. Strophe

Die Blümelein, sie schlafen schon längst im Mondenschein,

sie nicken mit den Köpfchen auf ihren Stengelein.

Es rüttelt sich der Blütenbaum, er säuselt wie im Traum.

Schlafe, schlafe, schlaf du, mein Kindelein!


2. Strophe

Die Vögelein, sie sangen so süß im Sonnenschein,

sie sind zur Ruh gegangen in ihre Nestelein.

Das Heimchen in dem Ährengrund es tut allein sich kund.

Schlafe, schlafe,

schlaf du, mein Kindelein.


3. Strophe

Sandmännchen kommt geschlichen und guckt durchs Fensterlein,

ob irgend noch ein Kindchen nicht mag zu Bette sein.

Und wo er nur ein Kindlein fand, streut er ins Aug ihm Sand.

Schlafe, schlafe,

schlaf du, mein Kindelein.


4. Strophe

Sandmännchen, aus dem Zimmer! Es schläft mein Herzchen fein.

Es ist gar fest verschlossen schon sein Guckäugelein.

Es leuchtet morgen mir Willkomm, das Äugelein so fromm.

Schlafe, schlafe,

schlaf du, mein Kindelein.


*****

Vorschaubild: Beim Stricken eingeschlafenes Mädchen (Tricoteuse endormie), 18.Jahrhundert: Urheber: Jean-Baptiste Greuze (1724–1805) via Wikimedia Commons gemeinfrei.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Guten Abend, gute Nacht
von Johannes Brahms
MEHR
Wer hat die schönsten Schäfchen
von Hoffmann von Fallersleben
MEHR
Kein schöner Land
von Anton Wilhelm Florentin Zuccalmaglio
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen