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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Der Pudel

Der Pudel

Wilhelm Hey


Wer hat hier die Milch genascht?

Hätt‘ ich doch den Dieb erhascht!

Pudel, wärst denn du es gar?

Pudel, komm doch! Ei fürwahr,

Einen weißen Bart hast du;

Sag mir doch: wie geht das zu?“


Die Hausfrau sah an mit Lachen:

„Ei, Pudel, was machst du mir für Sachen?

Willst wohl gar noch ein Naschkätzchen werden?“

Da hing er den Schwanz bis auf die Erden

Und heulte und schämte sich so sehr.

Der naschet wohl so bald nicht mehr.


*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S.14.

Bildquelle:

Die zerbrochene Schale, 1906, Urheber: Anton Schrödl via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

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