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Friedrich W. Kantzenbach
Wüsst ich Dinge leicht wie Luft

Dieses Gedichtsbändchen ist liebevoll gestaltet und mit Fotos versehen. Es wendet sich an Leser, die bereit sind, aufmerksam hinzuhören und sich einzulassen auf die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Schicksal.

Der Storch

Der Storch

Wilhelm Hey

„Die Sonne scheint, der Sommer ist nah‘,

nun sind auch wir Störche wieder da.

Wir haben im fernen Land unterdessen

Nicht unser liebes Nest vergessen.

Da steht’s noch: nun wollen wir’s putzen und hüten,

und still drin wohnen und fröhlich brüten.“


Sie bauten es aus mit Holz und Stroh,

Sie waren so eifrig dabei, so froh.

Frau Störchin saß drauf drei Wochen lang,

da hört man bald gar mancherlei Klang.

Fünf Störchlein reckten die Köpfchen heraus

Und sperrten die hungrigen Schnäbel auf.



*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S. 4.

Bildquelle:

Silhouette Storch, 2020, Urheber: GDJ via Pixabay CCO; Hintergrund Pfingstrosen, 2016, Urheber: lillaby via Pixabay CCO, neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

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