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Friedrich W. Kantzenbach
Wüsst ich Dinge leicht wie Luft

Dieses Gedichtsbändchen ist liebevoll gestaltet und mit Fotos versehen. Es wendet sich an Leser, die bereit sind, aufmerksam hinzuhören und sich einzulassen auf die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Schicksal.

Die Loreley

Die Loreley

Heinrich Heine

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...

Auf einer Ballade Clemens Brentanos (1778-1842) gründet Heinrich Heines (1797-1856) bekanntestes Gedicht. Er schrieb es 1821, im Jahre 1837 wurde es von dem Liederkomponisten Friedrich Silcher (1789-1860) vertont.
Die Geschichte handelt von einer blonden Nixe, die auf einem Felsen am Rhein sitzt und mit ihrem Gesang und ihrer Schönheit die vorbeifahrenden Schiffer in Bann zieht, so dass sie nicht auf die vor ihnen liegenden Gefahren achten und mit Ihren Schiffen untergehen.
Der Ort des Geschehens liegt am rechten Rheinufer in der Nähe von St. Goarshausen in Rheinland-Pfalz. Er gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal.

Florian Russi

 

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein,
der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar,
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh‘.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Lorelei getan.


*****
Text: Heinrich Heine
Melodie: Friedrich Silcher

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