Deutschland Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.deutschland-lese.de
Unser Leseangebot

Christoph Werner
Um ewig einst zu leben

Roman

Um 1815 zwei Männer, beide Maler - der eine in London, der andere in Dresden; der eine weltoffen, der andere düster melancholisch. Es sind J. M. William Turner und Caspar David Friedrich. Der Roman spielt mit der Verbindung beider.

Auch als E-Book erhältlich 

Macht hoch die Tür', die Tor' macht weit

Macht hoch die Tür', die Tor' macht weit

Georg Weissel

Zum 2. Advent 1623 dichtete der evangelische Pfarrer und Kirchenliederdichter Georg Weissel (1590-1635) das Adventslied Macht hoch die Tür‘, die Tor‘ macht weit. Anlass war die Einweihung der neu errichteten Altroßgärtner Kirche. Erstmalig in gedruckter Form veröffentlicht wurde der Text im Jahr 1642 in der Sammlung Werk Preußische Fest-Lieder auf das ganze Jahr für 5-8 Stimmen. Die heute verbreitete Melodie wird dem Theologen Johann Anastasius Freylinghausen (1670-1739) zugeschrieben. Mit der volkstümlichen Melodie wird die Intention des Autors dahingehend unterstützt, dass das Lied von einer breiten Zielgruppe jeden Alters gesungen werden kann. Dieses Ansinnen verfehlte auch nicht seine Wirkung, denn schon kurze Zeit später wurde das Stück populär. Nicht nur im deutschsprachigen Raum zählt es heute zu den bekanntesten und beliebtesten Adventsliedern. 1853 erfolgte bereits eine Übersetzung in die englische Sprache. Unter dem Titel Lift up your heads, ye mighty gates, übersetzt und publiziert von Catherine Winkworth erlangte das Lied ebenso zügig im englischsprachigen Raum einen großen Bekanntheitsgrad.

Heute wird Macht hoch die Tür‘, die Tor‘ macht weit in der Weihnachtszeit im Kreise der Familie gesungen. Insbesondere während der Christvesper an Heilig Abend wird das Lied gemeinsam mit der Gemeinde gesungen.

Carolin Eberhardt


1. Strophe

Macht hoch die Tür‘, die Tor‘ macht weit,

es kommt der Herr der Herrlichkeit,

ein König aller Königreich‘;

ein Heiland aller Welt zugleich,

der Heil und Segen mit sich bringt;

derhalben jauchzt, mit Freuden singt:

Gelobet sei mein Gott,

mein Schöpfer reich von Rat.


2. Strophe

Er ist gerecht, ein Helfer wert,

Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,

sein Königskron‘ ist Heiligkeit,

sein Zepter ist Barmherzigkeit;

all Uns’re Not zum End‘ er bringt,

derhalben jauchzt und Freunden singt:

Gelobet sei mein Gott,

mein Heiland groß von Tat.


3. Strophe

O wohl dem Land, o wohl der Stadt,

so diesen König bei sich hat!

Wohl allen Herzen insgeheim,

da dieser König ziehet ein!

Er ist die rechte Freudensonn‘,

bringt mit sich lauter Freud‘ und Wonn‘.

Gelobet sei mein Gott,

mein Tröster früh und spat.


4. Strophe

Macht hoch die Tür‘, die Tor‘ macht weit,

eu’r Herz zum Tempel zubereit’t.

Die Zweiglein der Gottseligkeit

Steckt auf mit Andacht, Lust und Freud‘;

So kommt der König auch zu euch,

ja Heil und Leben mit zugleich.

Gelobet sein mein Gott,

voll Rat, voll Tat, voll Gnad‘.


5. Strophe

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,

meins Herzens Tür dir offen ist.

Ach zieh mit deiner Gnade ein;

Dein Freundlichkeit auch uns erschein.

Dein Heilger Geist uns führ und leit

Den Weg zur ewgen Seligkeit.

Dem Namen dein, o Herr,

sei ewig Preis und Ehr.


*****

Vorschaubild: Darstellung des Einzuges der Bundeslade in den Tempel, 1412-1416, Urheber: Pol, Hermann and Jannequin de Limbourg (1370s–1416); Jean Colombe (c. 1440–93) via Wikimedia Commons Gemeinfrei; Macht hoch die Tür im Freylinghausenschen Gesangbuch, 17. Auflage 1734 via Wikimedia Commons Gemeinfrei; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Kling, Glöckchen, klingeling
von Karl Wilhelm Ferdinand Enslin
MEHR
O - Tannenbaum
von Herbert Kihm
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen