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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Ich steh an deiner Krippen hier

Ich steh an deiner Krippen hier

Paul Gerhardt

Das bekannte evangelische und ökumenische Weihnachtslied wurde im Jahr 1653 erstmalig in dem Gesangbuch Praxis Pietatis Melica durch Johann Crügers veröffentlicht. Der ursprüngliche 15 Strophen umfassende Text stammt aus der Feder des lutherischen Theologen und Dichter Paul Gerhardt. Die Melodie kann in ihren Ursprüngen nicht eindeutig zugeordnet werden. Vermutet wird, dass sie in Volksweise traditionell überliefert wurde. Aber auch Zusammenhänge mit dem 1529/1533 durch Luther komponierten Stück "Nun freut euch, lieben Christen g’mein" sind nicht auszuschließen. Auch Johann Sebastian Bach veröffentlichte das Werk in seinem Weihnachtsoratorium.

Carolin Eberhardt

1.Strophe

Ich steh an deiner Krippen hier,

o Jesu, du, mein Leben;

Ich komme, bring und schenke dir,

was du mir hast gegeben.

Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,

Herz, Seel und Mut, nimm alles Hin

und laß dir's wohlgefallen.


2. Strophe

Da ich noch nicht geboren war,

da bist du mir geboren

und hast mich dir zu eigen gar,

eh ich dich kannt', erkoren.

Eh ich durch deine Hand gemacht,

da hast du schon bei dir bedacht,

wie du mein wolltest werden.


3. Strophe

Ich lag in tiefster Todesnacht,

du warest meine Sonne,

die Sonne, die mir zugebracht

Licht, Leben Freud' und Wonne.

O Sonne, die das werte Licht

des Glaubens in mir zugericht',

wie schön sind deiner Strahlen!


4. Strophe

Ich sehe dich mit Freuden an

und kann mich nicht satt sehen;

und weil ich nun nichts weiter kann,

bleib' ich anbetend stehen.

O daß mein Sinn ein Abgrund wär

und meine Seel ein weites Meer,

daß ich dich möchte fassen!



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Vorschaubild: Kirchenfenster aus Buntglas: Darstellung der Geburt Jesu', 2017, Urheber: pixel2013 via pixabay CC0 Creative Commons.

Noten gesetzt von: Carolin Eberhardt

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