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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Bald prangt, den Morgen zu verkünden

Bald prangt, den Morgen zu verkünden

Emanuel Schikaneder

Komponiert von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), gedichtet von Emanuel Schikaneder (1751-1812): Die Oper Die Zauberflöte hat sich seit ihrer Uraufführung 1791 im Freihaustheater in Wien in die Herzen der Menschen gespielt und ist aus dem Kulturgut nicht mehr wegzudenken. Das Stück Bald prangt, den Morgen zu verkünden lässt die Hoffnung im finalen Geschehen der Oper (2.Akt, Szene 26) wieder entflammen. Der Auftritt der drei Knaben, welche das Lied vortragen, erfährt eine weitere tragische Wendung, als sie sehen, dass sich die Hauptdarstellerin Pamina auf Grund ihrer enttäuschten Liebe zu Tamino mit dem Dolch ihrer Mutter das Leben nehmen will. Die Knaben wissen dies zu verhindern und retten die Situation mit der Verkündung der ihr zugewandten Liebe Taminos.

Carolin Eberhardt


Bald prangt, den Morgen zu verkünden,

die Sonn‘ auf goldner Bahn;

bald soll die Nacht, die düstre, schwinden,

der Tag der Weisheit nahn.

O holde Ruhe, steig hernieder,

kehr‘ in der Menschen Herzen wieder!

Dann ist die Erd‘ ein Himmelreich

Und Sterbliche den Göttern gleich,

und Sterbliche den Göttern gleich.


*****

Vorschaubild: Tamino und Pamina: Darstellung aus Mozarts Zauberflöte (Papageno), 1920, Urheber: Max Slevogt via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

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