Deutschland Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.deutschland-lese.de
Unser Leseangebot

Florian Russi
Die Irrfahrten des Herrn Müller II
Eine moderne Odyssee

Daniel Müller ist ein aufstrebender junger Möbelkaufmann. Er hat eine Freundin, doch auch eine Kundin seiner Firma versucht ihn zu gewinnen. Als Daniel sie ermordet auffindet, spricht alles dafür, dass er der Mörder ist. Er gerät in Panik und flieht, fährt zum Flughafen und bucht den nächsten Flug ins Ausland. Im Flugzeug entdeckt ihn eine nymphomanisch veranlagte Prinzessin: Sie versteckt ihn in ihrem Schloss. Während Zielfahnder der Polizei ihm auf den Fersen sind, erlebt Daniel immer neue Abenteuer und Überraschungen …


Ich fahr' dahin, wenn es muss sein

Ich fahr' dahin, wenn es muss sein

Von Abschied wird gesungen, aber auch von Sehnsucht, Leidenschaft und Liebe. Ganz nach dem Brauchtum des Minnesangs beinhaltet das zu den Abschiedsliedern gezählte Ich fahr‘ dahin, wenn es muss sein romantische Phrasen wie „meinem Herzen geschah noch nie so weh“. Aber der räumlichen Trennung zum Trotz, glaubt der Autor an ein Wiedersehen, zumindest möchte er dies und gibt die Hoffnung nicht auf. Das aus der Mitte des 15. Jahrhundert stammende Abschiedslied wurde erstmalig unter anonymer Autorenschaft im Lochamer Liederbuch 1452 veröffentlicht. Zusätzlich wurde das Stück 1908 in Der Zupfgeigenhansel sowie 1914 in Deutsches Lautenlied veröffentlicht. Der bekannte deutsche Komponist und Musikpädagoge Friedrich Silcher (1789-1860) entwickelte für das Liebeslied einen vierstimmigen Chorsatz für Männerstimmen.

Carolin Eberhardt

1.Strophe

Ich fahr' dahin, wann es muß sein,
ich scheid‘ mich von der Liebsten mein;
zuletzt laß ich das Herze mein,
dieweil ich lieb, so soll es sein.
Ich fahr' dahin, ich fahr' dahin.

2.Strophe

Das sag ich ihr und niemand meh:
Mein'm Herzen g'schah noch nie so weh.
Sie ist mir lieb, je läng'r je mehr,
durchs Meiden muß ich leiden schwer.
Ich fahr' dahin, ich fahr' dahin.

3.Strophe

Halt du dein Treu so stet als ich!
Und wie du willst, so findst du mich.
Halt dich in Hut, das bitt ich dich!
Gesegn dich Gott! Gedenk an mich!
Ich fahr' dahin, ich fahr' dahin.


*****

Vorschaubild: Wandmalerei mit Mädchen und Herzluftballon, 2016, Urheber: Zorro4 via pixabay Creative Commons CC.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Frühlingsglaube
von Ludwig Uhland
MEHR
Hab' oft im Kreise der Lieben
von Adelbert von Chamisso
MEHR
Anzeige