Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

 

Sommerschnee

Berndt Seite

Hardcover, 124 S., 2020 erscheint demnächst; Bereits vorbestellbar

ISBN: 978-3-86397-134-2
Preis: 15,00 €

Sommerschnee – das sind die luftig-bauschigen Samenfasern der Pappelfrüchte, die sich im Sommer öffnen und die Welt mit ihrem weißen Flaum überziehen: Schnee in der wärmsten Jahreszeit. Mal melancholisch, mal mandelbitter, aber stets in größter Genauigkeit geht Berndt Seite auch in seinem neuen Lyrikband den Erscheinungsformen der Natur nach und lotet in ihnen die Bedingungen des Lebens aus.

Jetzt fängt das schöne Frühjahr an

Jetzt fängt das schöne Frühjahr an

Das fröhliche aus dem Rheinland stammende Frühlingslied entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sowohl der Komponist als auch der Texter sind unbekannt. Die Melodie geht vermutlich auf ein Volkslied aus dem 17. Jahrhundert zurück. In der Veröffentlichung von 1855 in der Liedersammlung des Volksliederforschers Friedrich Wilhelm von Ditfurth mit dem Namen Fränkische Volkslieder wurde das Stück unter dem Titel Die Ungetreue mit 12 Strophen geführt. Weitere Bekanntmachungen erfuhr das Lied in den folgenden Jahren unter anderem mit einem Umfang von 10 Strophen in Deutscher Liederhort von Ludwig Erk.

Das Stück fängt in fröhlicher Weise die Stimmung des Wiedererwachens der Natur auf. In poetischem Stil werden das Aufblühen der Blumen und Bäume sowie der belebende Vogelgesang beschrieben. Einen bitteren Beigeschmack erhält die Handlung in der fünften Strophe, als sich der Akteur von seinem Schatz abwendet, weil dieser ihm nicht mehr gefalle. Laut einer Interpretation des Musikwissenschaftlers Norbert Linke entspricht der Schatz in diesem Kontext dem vergangenen Winter, der nun verabschiedet werden soll.

Carolin Eberhardt

1.Strophe

Jetzt fängt das schöne Frühjahr an

und alles fängt zu blühen an

auf grüner Heid und überall.


2.Strophe

Es blühen Blümlein auf dem Feld,

sie blühen weiß, blau, rot und gelb;

so wie es meinem Schatz gefällt.


3. Strophe

Jetzt leg ich mich in'n grünen Klee,

da singt das Vöglein auf der Höh',

weil ich zu mein'm Feinsliebchen geh.


4.Strophe

Jetzt geh' ich über Berg und Tal,

da hört man schon die Nachtigall

auf grüner Heid und überall.


5.Strophe

Jetzt geh ich in den grünen Wald,

da such ich meinen Aufenthalt,

weil mir mein Schatz nicht mehr gefällt.


*****


Vorschaubild: Frühlingslandschaft in der Schweiz (Aaretal, zwischen Thun und Bern): 26. April 2004: Urheber: Benjamin Gimmel via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0 .

Noten erstellt von Carolin Eberhardt

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Willkommen, lieber schöner Mai
von Ludwig Christoph Heinrich Hölty
MEHR
Der Frühling hat sich eingestellt
von Hoffmann von Fallersleben
MEHR
Wenn der Frühling kommt
von Johann Georg Keil
MEHR
Tanzlied im Mai
von Hoffmann von Fallersleben
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen