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Florian Russi
Die Irrfahrten des Herrn Müller II
Eine moderne Odyssee

Daniel Müller ist ein aufstrebender junger Möbelkaufmann. Er hat eine Freundin, doch auch eine Kundin seiner Firma versucht ihn zu gewinnen. Als Daniel sie ermordet auffindet, spricht alles dafür, dass er der Mörder ist. Er gerät in Panik und flieht, fährt zum Flughafen und bucht den nächsten Flug ins Ausland. Im Flugzeug entdeckt ihn eine nymphomanisch veranlagte Prinzessin: Sie versteckt ihn in ihrem Schloss. Während Zielfahnder der Polizei ihm auf den Fersen sind, erlebt Daniel immer neue Abenteuer und Überraschungen …


Das Feld ist weiß, so blank und rein

Das Feld ist weiß, so blank und rein

Johann Gaudenz von Salis-Seewis

Der Schweizer Naturdichter Johann Gaudenz Salis-Seewis beschreibt in poetischer und romantischer Art die winterlichen Eindrücke, die er in der Natur erlebt. Die Sinneswahrnehmungen legt er dabei sehr ausführlich dar. Im Gegensatz zu vielen Gedichten, die den Winter mit Attributen wie traurig, einsam oder gar grausam verbindet, vermittelt das vorliegende Gedicht eine positive, beschwingte und glückliche Empfindung.

Carolin Eberhardt


1.Das Feld ist weiß, so blank und rein,

Vergoldet von der Sonne Schein,

Die blaue Luft ist stille;

Hell wie Kristall

Blinkt überall

Der Fluren Silberhülle.

2.Der Lichtstrahl spaltet sich im Eis,

Er flimmert blau und rot und weiß,

Und wechselt seine Farbe.

Aus Schnee heraus

Ragt, nackt und kraus,

Des Dorngebüsches Garbe.


3.Von Reifenduft befiedert sind

Die Zweige rings, die sanfte Wind‘

Im Sonnenstrahl bewegen.

Dort stäubt vom Baum

Der Flocken Pflaum

Wie leichter Blütenregen.


4.Tief sinkt der braune Tannenast

Und drohet, mit des Schnees Last

Den Wandrer zu beschütten;

Vom Frost der Nacht

Gehärtet, kracht

Der Weg, von seinen Tritten.

5.Das Bächlein schleicht, von Eis geengt,

Voll lautrer blauer Zacken hängt

Das Dach; es stockt die Quelle;

Im Sturze harrt,

Zu Glas erstarrt,

Des Wasserfalles Welle.

6.Die blaue Meise piepet laut;

Der muntre Sperling pickt vertraut

Die Körner vor der Scheune.

Der Zeisig hüpft

Vergnügt und schlüpft

Durch blätterlose Haine.


7.Wohlan! auf festgediegner Bahn,

Klimm ich den Hügel schnell hinan.

Und blicke froh ins Weite;

Und preise den,

der rings so schön

Die Silberflocken streute.


*****

Bildquellen:

Vorschaubild: Eiskristalle, 2017, Urheber: Pezibear via Pixabay CCO.

Kohlmeise im Winter, 2019, Urheber: Comfreak via Pixabay CCO.

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