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Christoph Werner
Um ewig einst zu leben

Roman

Um 1815 zwei Männer, beide Maler - der eine in London, der andere in Dresden; der eine weltoffen, der andere düster melancholisch. Es sind J. M. William Turner und Caspar David Friedrich. Der Roman spielt mit der Verbindung beider.

Auch als E-Book erhältlich 

Der Nachruf

Der Nachruf

Horst Fischer

Was bleibt von einem Menschen übrig, wenn er stirbt? Diese Frage schleicht sich schon ab und an in den ein oder anderen Kopf hinein, insbesondere, wenn der Nachdenkende bereits ein gewisses Alter erreicht hat. Das vorliegende Gedicht berichtet von einem Verstorbenen, der zu Lebzeiten ein „Macher“ war. Von denen gibt es wahrlich in der Welt nur noch wenige. Umso schmerzlicher ist der Verlust eines solchen Menschen, der die Sachen anpackt und umsetzt, versucht die Welt zu einem besseren Ort zu gestalten, ohne dabei Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Ob die „netten Worte“ nach seinem Dahinscheiden durch manch einen Trauernden ernst gemeint sind, wo sie doch, als er noch lebte, über ihn geschimpft haben, sei dahingestellt. Zu vermuten ist jedoch, dass die These, dass „die Gutachter selbst sich ehren“ einen großen Funken Wahrheit beinhalten könnte. Eines steht wohl fest: der beschriebene Verstorbene hat anscheinend ein Vermächtnis hinterlassen, auf das er mit Stolz zurückblicken kann.

Carolin Eberhardt

Er hat in seinem langen Leben gar viel gedacht, getan, gegeben.

für seine Stadt, für die Gemeinde, für Ferne, Nahe, Fremde, Freunde.

Er war auch manchmal nicht bequem, mitunter gar unangenehm.

und ist auch mal dann unverdrossen über das Ziel hinausgeschossen.

 

Und hat wer zögernd „nachgedacht“, dann hat er’s eben selbst gemacht,

erhitzte so viele Gemüter. Oft hieß es dann: „Ach, der schon wieder!“

Er hat zwar auch in all‘ den Jahren manch Lob und Zuwendung erfahren,

doch blieb das Echo meist verschwommen. Was gut war, wurde hingenommen.

 

Allmählich nahm er Stück für Stück aus Altersgründen sich zurück.

Er war trotz alledem indessen von guten Freunden nicht vergessen,

aber bei vielen unumwunden aus dem Gedächtnis schon verschwunden.

Jetzt ist sein Plätzlein still und leer. Den alten Kämpfer gibt’s nicht mehr.                                    

 

So mancher ist nun sehr bemüht, zeigt sich betroffen und betrübt

(oder will er mit Worten, hehren, als „Gutachter“ gar selbst sich ehren?),

lobt den Verstorb’nen noch und noch und dankt ihm öffentlich - jedoch

ein solches Wort zu Lebenszeit hätte den Toten mehr erfreut!

 

 

*****

Voschaubild: photos/friedhof-grabsteine-grabstein-4846955/, Urheber: noramojas via Pixabay.

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