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Urlaubswetter-Kapriolen

Urlaubswetter-Kapriolen

Horst Fischer

Nichts Halbes und Nichts Ganzes. So stellt sich das Wetter manchmal dar. So als ob es selbst keine Meinung dazu hätte, wie es denn werden möchte. Wird es dann neben seiner nicht vorhandenen Entscheidungsfreude auch noch launisch, kann es auch schon mal vorkommen, dass das bekannte Aprilwetter bis in den Sommer hineinrechen kann. Schwierig ist dann die Frage nach der Tagesplanung zu beantworten, blickt man aus dem Fenster und sieht einen grauen Himmel, der nicht weiß, ob er die Erde mit Regen überschütten soll oder doch lieber einfach nur grau sein möchte.

Carolin Eberhardt

Wie’s Wetter ist? 


Es ist nicht warm, es ist nicht kalt, doch regnen wird‘s wohl nicht so bald,

nur Sonnenschein ist auch nicht d’rin. Es nieselt manchmal vor sich hin.

Und wenn sich eine Wolke ritzt auch mal ein Strahl herunter blitzt.

Der Wind ist still, nur kurz die Bö. Sicher ist nur: es gibt kein‘ Schnee!

Fragt wer am Ende vom Gedicht, wie’s Wetter ist? Ich weiß es nicht!

Es ist nicht warm, es ist nicht kalt

 

Nicht immer ist es dem Urlauber beschieden, das gewünschte Wetter in seiner Urlaubszeit an seinem ausgewählten Urlaubsort vorzufinden. Manchmal spielt das Sommerwetter auch einen gehörigen Streich und bietet alles andere als die herbeigesehnten Dauersonnenstrahlen. Auch rückblickend auf den Sommer 2023 können sich sicherlich viele mit dem nachfolgenden Gedicht von Horst Fischer identifizieren.

Viele Tage „grau, grau, grau“ stand wohl in diesem Sommer auf der Tagesordnung. Und der Blick auf das Meer wird ebenfalls von der grauen Farbe getrübt, wird eingenommen von ihr. Das Auge kann schwerlich die Übergänge von Himmel und Meer unterscheiden, da doch alles in diesem Grau ineinander überzufließen scheint.

Carolin Eberhardt

Regentag am Meer

 

Spiegelglatt wie zugefroren dehnt die graue See sich aus.

Gleiches Grau am weiten Himmel, blick ich auf das Meer hinaus.

Doch, wo endet nur der Himmel, wo beginnt denn nun das Meer?

Grau und grau – zu unterscheiden, wo ist welches, das fällt schwer.

Sogar auch die Promenade spiegelt einen grauen Schimmer

und ein Regenschirm, ein grauer, macht die Stimmung nur noch schlimmer.

Überall wohin ich schau – grau, grau, grau!

 

Entschleunigung – das ist das Schlagwort für jegliche Erholungsreisen und Urlaubsplanungen. Die stete Reizüberflutung hinter sich lassen, die Gedanken vom Alltag abwenden. Dies gelingt wohl kaum besser, als in der Natur. Für viele Menschen ist dieser Ort mit dem Meer verbunden. Mit Wasser, Sonne, Strand und Einsamkeit.

Der Autor Horst Fischer findet diese Ruhe ebenfalls am Strand, wenn er in die Ferne auf die „himmelblauen Weiten“ blickt, in denen „kein Wölkchen sonst zu sehen“ ist. Er lässt sich von dem Anblick verzaubern, verharrt in diesem Augenblick und lässt seine Gedanken mit den Wellen treiben. Und letztlich findet er zu vollkommener Entspannung, wenn seine „Augenlider sinken“ und die „Welle rollt und rollt“.

Mittag am Strand

 

*****

Vorschaubild: sturm-mensch-meer-wellen-wind-4688918/Bild von Engin Akyurt auf Pixabay.

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