Deutschland-Lese

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Unser Leseangebot

Weihnachten bei Familie Luther

Christoph Werner

Luthers jüngster Sohn erzählt vom Christfest

Paul Luther, der jüngste Spross der Lutherfamilie, gewährt dem Leser Einblick in sein Leben und das seiner Familie.
Er berichtet von seiner Kindheit in Wittenberg und der Krankheit seines Vaters, von seiner Verwicklung, die ihm als Leibarzt widerfuhren, und von den Intrigen am Gothaer Hof. Reichlich illustriert öffnen sie dem Leser die Tür zur Weihnachtsstube der Familie Luther.

Die deutschen Auswanderer

Die deutschen Auswanderer

Heinrich Schacht

„O Deutschland, kannst du ohne Grauen..."

„Ein stolzes Schiff zieht langsam durch die Wellen, es fährt uns unsere deutschen Brüder fort". Dieses Auswandererlied aus dem Jahr 1850 ruft in Erinnerung, dass im 19. Jahrhundert über 5 Millionen Deutsche Zuflucht in den USA und anderen amerikanischen Staaten gesucht haben. Die meisten flohen aus wirtschaftlicher Not, viele aber waren auch politisch Verfolgte oder mit dem Tod bedrohte Freiheitskämpfer wie der spätere US-Innenminister Carl Schurz (1829 - 1906). In den Ländern, in die sie flohen, wurden sie meist nicht freundlich willkommen geheißen. Immerhin konnten sie auf einem „stolzen Schiff" anreisen und waren nicht auf hochgefährliche Schlepperboote angewiesen. Heute sind ihre Nachkommen fest integriert und leisten ihren Anteil zur Wohlfahrt in ihren Aufnahmeländern. 20 % der US-Amerikaner geben an, mindestens einen deutschen Vorfahren zu haben.

Andreas Schneider

Die deutschen Auswanderer

Ein stolzes Schiff zieht langsam durch die Wellen,
Es führt uns unsere deutschen Brüder fort,
Die Flagge weht, die weißen Segel schwellen,
Amerika ist der Bestimmungsort;
Auf dem Verdecke stehen bunte Reihen
Dem Vaterland den Abschiedsgruß zu weihen.

Dort zieh‘n sie hin, wer wagt es noch zu fragen:
Warum verlassen sie ihr Vaterland?
O Deutschland, Deutschland! Kannst du es ertragen,
Dass deine Völker werden so verbannt?
Schaut her, ihr Landesväter, seht sie ziehen,
Seht eure schönsten Arbeitskräfte fliehen.

Wir stehen hier am heimatlichen Strande
Und blicken unseren deutschen Brüdern nach,
Nicht Hochmut treibt sie aus dem Vaterlande,
Nein, Nahrungslosigkeit und Not und Schmach.
So fliehen sie das Land, das sie geboren
Und haben sich ein fernes Grab erkoren.

Dort zieh‘n sie hin auf wilden Meereswogen,
Arm kommen sie im fernen Weltteil an,
Und unterm fremden, weiten Himmelsbogen
Erwartet Sie ein neues Schicksal dann.
O Deutschland, Deutschland! Kannst du ohne Grauen
Die Flucht der armen Landeskinder schauen?

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