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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Die deutschen Auswanderer

Die deutschen Auswanderer

Heinrich Schacht

„O Deutschland, kannst du ohne Grauen..."

„Ein stolzes Schiff zieht langsam durch die Wellen, es fährt uns unsere deutschen Brüder fort". Dieses Auswandererlied aus dem Jahr 1850 ruft in Erinnerung, dass im 19. Jahrhundert über 5 Millionen Deutsche Zuflucht in den USA und anderen amerikanischen Staaten gesucht haben. Die meisten flohen aus wirtschaftlicher Not, viele aber waren auch politisch Verfolgte oder mit dem Tod bedrohte Freiheitskämpfer wie der spätere US-Innenminister Carl Schurz (1829 - 1906). In den Ländern, in die sie flohen, wurden sie meist nicht freundlich willkommen geheißen. Immerhin konnten sie auf einem „stolzen Schiff" anreisen und waren nicht auf hochgefährliche Schlepperboote angewiesen. Heute sind ihre Nachkommen fest integriert und leisten ihren Anteil zur Wohlfahrt in ihren Aufnahmeländern. 20 % der US-Amerikaner geben an, mindestens einen deutschen Vorfahren zu haben.

Andreas Schneider

Die deutschen Auswanderer

Ein stolzes Schiff zieht langsam durch die Wellen,
Es führt uns unsere deutschen Brüder fort,
Die Flagge weht, die weißen Segel schwellen,
Amerika ist der Bestimmungsort;
Auf dem Verdecke stehen bunte Reihen
Dem Vaterland den Abschiedsgruß zu weihen.

Dort zieh‘n sie hin, wer wagt es noch zu fragen:
Warum verlassen sie ihr Vaterland?
O Deutschland, Deutschland! Kannst du es ertragen,
Dass deine Völker werden so verbannt?
Schaut her, ihr Landesväter, seht sie ziehen,
Seht eure schönsten Arbeitskräfte fliehen.

Wir stehen hier am heimatlichen Strande
Und blicken unseren deutschen Brüdern nach,
Nicht Hochmut treibt sie aus dem Vaterlande,
Nein, Nahrungslosigkeit und Not und Schmach.
So fliehen sie das Land, das sie geboren
Und haben sich ein fernes Grab erkoren.

Dort zieh‘n sie hin auf wilden Meereswogen,
Arm kommen sie im fernen Weltteil an,
Und unterm fremden, weiten Himmelsbogen
Erwartet Sie ein neues Schicksal dann.
O Deutschland, Deutschland! Kannst du ohne Grauen
Die Flucht der armen Landeskinder schauen?

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