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Wo Gegenwart und Erinnerung aufeinandertrifft, entsteht Zukunft, die werden könnte, neben einer Zukunft die werden wird. Zeitengewendet denkt und fühlt dort, wo das Heute in all seiner Bedingtheit spürbar wird. 

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Vögel vor der Scheune

Vögel vor der Scheune

Wilhelm Hey



„Im Felde draußen da gibt’s nichts mehr,

Der Schnee deckt alles weit umher.

Da hörten wir euren Drescherschlag

Und ziehen dem lieben Klange nach.

Manch Körnlein springt wohl aus der Tennen,

Das könnt ihr uns armen Vöglein gönnen.“


Die Dreschen drin schlugen nach dem Takt,

Manch Scheffel Korn ward ausgesackt;

Das gab wohl Brot genug fürs Haus.

Manch Körnlein sprang auf den Hof hinaus,

Das ließen die Vögel auch nicht liegen,

Sie holten es schnell mit Hüpfen und Fliegen.


*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S.15.

Bildquelle:

Scheune im Winter, 1999, Urheber: JillWellington via Pixabay; Roter Vogel im Schnee, 2018, Urheber: AnnaliseArt via Pixabay; CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

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