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Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Vom Himmel hoch, o Englein kommt!

Vom Himmel hoch, o Englein kommt!

Friedrich Spee

Das sehr einprägsame, bekannte deutsche Weihnachtslied wurde erstmalig 1623 im heutigen Wortlaut veröffentlicht. Die erste Publikation geht auf das Jahr 1622 zurück, wo es in einer katholischen Liedersammlung in Würzburg gedruckt wurde. Wie das Adventslied „O Heiland, reiß die Himmel auf“ wird das Stück zu einer Sammlung anonym überlieferter Lieder vom Beginn des 17. Jahrhunderts gezählt, welche laut moderner Forschung auf den Jesuiten und geistlichen Dichter Friedrich Spree (1591-1635) zurück gehen soll. Die Melodie hat ihren Ursprung von der Weise des Liedes „Puer natus in Bethlehem“, erschienen erstmalig 1616 in einem Paderborner Gesangsbuch. Insbesondere die wiederholten Textsequenzen „Eia, Susani“ und „Alleluja“ wurden von besagtem Stück übernommen.

Carolin Eberhardt

1. Strophe

Vom Himmel hoch, o Englein, kommt!

Eia, eia, susani, susani, suani.

Kommt singt und klingt,

Kommt pfeift und trombt!

Alleluja, alleluja!

Von Jesus singt und Maria.


2. Strophe

Kommt ohne Instrumenten nit,

bringt Lauten, Harfen, Geigen mit!


3. Strophe

Lasst hören euer Stimmen viel

Mit Orgel und mit Saitenspiel!


4. Strophe

Hier muss die Musik himmlisch sein,

weil dies ein himmlisch‘ Kindelein.


5.Strophe

Die Stimmen müssen lieblich geh’n

Und Tag und Nacht nicht sille steh’n.


6. Strophe

Sehr süß muss sein der Orgel Klang,

süß über allen Vogelsang.


7. Strophe

Das Lautenspiel muss lauten süß,

davon das Kindlein schlafen müss‘.


8. Strophe

Singt Fried‘ den Menschen weit und breit,

Gott Preis und Ehr‘ in Ewigkeit!

*****

Bildquellen:

Vorschaubild: Weihnachtslaterne im Schnee, 2017, Urheber: Myriams-Fotos via Pixabay CCO.

Silhouette Engel mit Trompeten, 2020, Urheber: AnnaliseArt via Pixabay CCO.

Notensatz: Carolin Eberhardt.

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