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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Wo zur frohen Feierstunde

Wo zur frohen Feierstunde

Bundesfeier

Das Lied „Wo zur frohen Feierstunde“ ist ein bekanntes Studentenlied. Verfasser und Komponist dieses Liedes sind nicht bekannt. Erstmalig erschienen ist es in „Schneiders Kommersliedern“ von 1801 und wurde unter dem Titel „Bundesfeier“ veröffentlicht. Durch Feiern, bei denen viel geredet, gesungen und auch getrunken wurde, hat sich dieses Lied unter Studenten zu einem beliebten Lied entwickelt, um auf Freundschaft und Brüderlichkeit anzustoßen. „Wo in lauter Tafelrunde silbern uns der Becher klingt“ zielt auf die Verbundenheit und „Heil den Edlen, die vor Jahren dieses Freundschaftsband gewebt“ auf die gemeinsame Tradition.

Andreas Werner

Wo zur frohen Feierstunde
Wo zur frohen Feierstunde

1. Strophe
Wo zur frohen Feierstunde
lächelnd uns die Freude winkt
wo in lauter Tafelrunde
silbern uns der Becher klingt:
da ist der Himmel, da tönt unser Sang
Göttin der Freude, dir fröhlichen Dank.

2. Strophe
Wo sich Männer (Brüder), fest umwunden
von der Freundschaft Rosenband,
und durch Brudersinn verbunden
traulich reihen Hand in Hand:
da ist der Himmel, da tönt unser Sang
Göttin der Freundschaft, dir innigen Dank.

3. Strophe
Füllt nicht Freude hier die Becher
überströmt das Herz nicht Lust
schwellt nicht jedem wackern Zecher
Freundschaft hier die volle Brust?
Hier ist der Himmel! Ein herzlicher Kuss
Brüder, von euch gibt mir Herzensgenuss.

4. Strophe
Heil den Edlen, die vor Jahren
dieses Freundschaftsband gewebt,
die des Bundes Schöpfer waren
deren Geist uns heut umschwebt!
Brüder, es schalle den Guten zum Dank
laut unser festlicher Jubelgesang!

5. Strophe
Lasst uns trinken, lasst uns schwärmen
uns des schönen Festes freun!
Wonne lacht in Freundes Armen
süßer mundet hier der Wein; süßer,
wo Freundschaft mit liebender Hand
fester noch knüpfet das himmlische Band.

6. Strophe
Heil dem Tage, der aufs neue
uns zur Bundesfeier ruft,
den durch echte Brudertreue
ihr zum Wonnetage schuft!
Lange noch blüh unser trauter Verein
stets noch gefeiert von fröhlichen Reih'n!

7. Strophe
Alle Brüder sollen leben
die das gleiche Band umzog!
Drauf will ich mein Glas erheben
drauf erschall' ein donnernd Hoch!
Feierlich schalle mein Jubel empor
Brüder, für euch, die der Bund sich erkor!

Noten gesetzt von Oliver Räumelt - freischaffender Musiker aus Weimar

Vorschaubild: Landesvater der deutschen Studenten in Prag (1900) von Oscar Rex, gemeinfrei

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