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Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Jetzt gang i ans Brünnele

Jetzt gang i ans Brünnele

„Jetzt gang i ans Brünnele“ ist ein beliebtes Volkslied, das erstmals von dem bedeutenden Liederkomponisten und -sammler Friedrich Silcher veröffentlicht wurde. Dieses vom Textbeginn und der Melodie her idyllische Lied hat einen traurigen Inhalt. Es ist das Lied einer ungestillten Sehnsucht, der Sehnsucht einer jungen Frau nach ihrem Geliebten, ihrem „herztausigen Schatz“. Sie kann an nichts anderes denken, nicht einmal etwas trinken will sie, all ihre Gedanken kreisen um den Schatz, der ihr offenbar untreu geworden ist, sich von ihr getrennt hat oder zumindest für sie gestorben ist. Die arme Frau ist hilflos und alleingelassen, das was sie sagt und singt klingt aussichtslos. Gern würden wir uns zu ihr setzen und sie zu trösten versuchen.

Florian Russi

Jetzt gang i ans Brünnele
Jetzt gang i ans Brünnele

1. Strophe
|: Jetzt gang i ans Brünnele,
trink aber net, :|
do such i mein herztausige Schatz,
find´n aber net.

2. Strophe
|: Jetzt gon i ans Fensterli
und klopf mit em Ring :|
o du herztausige Schatz
wer ist bi dir drin?

3. Strophe
|: Da laß i meine Äugelein
um und um gehen :|
da sieh i mein herztausige Schatz
bei em andre steh´n.

4. Strophe
|: Und bei em andre stehe seh
ach, das tut weh ! :|
Jetzt b´hüt di Gott, herztausige Schatz,
di sieh i nimme meh!

5. Strophe
|: Jetzt kauf´ i mir Feder
und Tint und Papier :|
und schreib mei'm herztausige Schatz
einen Abschiedsbrief.

6. Strophe
|: Abschiedsbrief schreibe
o das tut weh :|
o du herztausige Schatz
di gseh i nimme meh!

7. Strophe
|: Jetzt leg i mi nieder
auf Heu und auf Moos, :|
da falle drei Röselein
mir in den Schoß.

8. Strophe
|: Und diese drei Röselein
sind blutigrot, :|
jetzt weiß i net, lebt mein Schatz,
oder ist er tot?

Noten gesetzt von Oliver Räumelt - freischaffender Musiker aus Weimar


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Teaserbild: pixabay - Freie kommerzielle Nutzung; Kein Bildnachweis nötig; Urheber: susannp4