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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Am Brunnen vor dem Tore

Am Brunnen vor dem Tore

Wilhelm Müller

„Am Brunnen vor dem Tore" ist eines der bekanntesten deutschen Volkslieder. Es existiert sowohl in Form eines Kunstliedes als auch als Volksweise und ist zigfach rezipiert worden. Auch hat es Eingang in Thomas Manns Zauberbergroman gefunden.

Der Text entstand 1822 aus der Feder des Freimaurers Wilhelm Müller (1794-1827). Es wurde erstmals in der verbotenen Literaturzeitschrift Urania inmitten des Gedichtzyklusses „Die Winterreise" unter dem Titel „Der Lindenbaum" veröffentlicht. Franz Schubert (1797-1828) hat recht zeitnah den gesamten Zyklus vertont und so das Kunstlied geschaffen.

Zum Volkslied ist das Stück durch die Bearbeitung Friedrich Silchers (1789-1860) geworden. Für diese Fassung hat sich der Anfangsvers des Gedichts als Titel eingebürgert.

Tina Romstedt

Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebes Wort
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort

Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht

Und seine Zweige rauschten
Als riefen sie mir zu:
"Komm her zu mir, Geselle
Hier findst du deine Ruh


Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht
Der Hut flog mir vom Kopfe
Ich wendete mich nicht

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von diesem Ort
Und immer hör ich´s rauschen:
"Du fändest Ruhe dort!"

 

*****

Vorschaubild: Rita Dadder

Gesetzt von Tiffany Tabbert 

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