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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Am Brunnen vor dem Tore

Am Brunnen vor dem Tore

Wilhelm Müller

„Am Brunnen vor dem Tore" ist eines der bekanntesten deutschen Volkslieder. Es existiert sowohl in Form eines Kunstliedes als auch als Volksweise und ist zigfach rezipiert worden. Auch hat es Eingang in Thomas Manns Zauberbergroman gefunden.

Der Text entstand 1822 aus der Feder des Freimaurers Wilhelm Müller (1794-1827). Es wurde erstmals in der verbotenen Literaturzeitschrift Urania inmitten des Gedichtzyklusses „Die Winterreise" unter dem Titel „Der Lindenbaum" veröffentlicht. Franz Schubert (1797-1828) hat recht zeitnah den gesamten Zyklus vertont und so das Kunstlied geschaffen.

Zum Volkslied ist das Stück durch die Bearbeitung Friedrich Silchers (1789-1860) geworden. Für diese Fassung hat sich der Anfangsvers des Gedichts als Titel eingebürgert.

Tina Romstedt

Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebes Wort
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort

Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht

Und seine Zweige rauschten
Als riefen sie mir zu:
"Komm her zu mir, Geselle
Hier findst du deine Ruh


Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht
Der Hut flog mir vom Kopfe
Ich wendete mich nicht

Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von diesem Ort
Und immer hör ich´s rauschen:
"Du fändest Ruhe dort!"

 

*****

Vorschaubild: Rita Dadder

Gesetzt von Tiffany Tabbert 

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