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Christoph Werner

Schloss am Strom
Roman


Schinkel kämpft in seinen Fieberträumen um die Vollendung seines Bildes "Schloss am Strom". Er durchlebt auf seinem Krankenbett noch einmal sein erfülltes und von krankmachendem Pflichtgefühl gezeichnetes Leben und die Tragik des Architekten und Künstlers, der sich zum Diener des Königs machen ließ

Das Küken und der Fuchs - eine moderne Fabel

Das Küken und der Fuchs - eine moderne Fabel

Deutsche Internationale Schule Dubai

Ein Küken lebte mit seiner Mutter, der Henne, in einem Dorf. Sie verstanden sich gut, und die Mutter half dem Küken bei allem. Doch eines Tages, als die Mutter das Mittagsessen vorbereitete, rutschte sie aus und stieß mit dem Kopf gegen die Tischkante. Schnell eilte das Küken zu seiner Mutter. Es war ein ungewöhnlich starkes Küken. Es nahm seine Mutter auf seinen Rücken, öffnete die Haustür und lief auf die Straße. Kein Auto war zu sehen, aber es wusste wo das Krankenhaus lag und machte sich eilig auf den Weg. Keine fünf Minuten später war ein Auto in Sicht, es hielt an, und der Fuchsfahrer fragte: »Wohin willst du?«

»Ins Krankenhaus«, erwiderte das Küken.

»Steig ein, ich bringe euch hin«, sagte der Fuchs, und das Küken stieg mit der Mutter ins Auto. Kurze Zeit später fragte der Fuchs auf einmal nach Geld. Das Küken hatte keines dabei, versprach aber, es dem Fuchs später zu geben. Dem gefiel das ganz und gar nicht, und er schubste die beiden aus dem Auto. Durch den Sturz fing die Mutter an zu bluten. Mit letzter Kraft nahm das Küken sie wieder auf den Rücken und rannte ins Krankenhaus. Während die Mutter im Operationszimmer lag, hörte das Küken eine Ziege nach einem Blutspender fragen. Aufgeregt erzählte die Ziege: »Es hat einen Autounfall auf der Straße gegeben, wir brauchen ganz dringend Blut.«

Das Küken erklärte sich sofort bereit dazu. Auf dem Weg zur Blutspende sah es den Verletzten auf dem Bett liegen und erschrak: War es doch niemand anders als der Fuchs, der sie auf der Straße ohne Hilfe zurückgelassen hatte! Als der Fuchs sah, wer für ihn Blut spenden wollte, zerfloss er in Tränen. Beschämt entschuldigte er sich und bot dem Küken sogar Geld an. Doch das Küken sagte: »Jeder macht einmal Fehler, große und kleine. Doch man sollte niemanden dafür bestrafen, erkennt man durch Fehler seine Schwächen und lernt um Verzeihung zu bitten.«

Verzeihe auch deinen größten Feinden.

Karma Elgharib, Klasse 8, Dubai



*****

Textquelle:

Entnommen aus: Fabula Madrasa, Halle: mdv, 2020, S.75f.


Bildquelle:

Straß in der Dämmerung, 2018, Urheber: jplenio via Pixabay CCO; Streitende Küken, 2012, Clker-Free-Vector-Images via Pixabay CCO; Henne im Stroh, 2019, fda54 via Pixabay CCO; Fuchs abstrakt, 2018, Urheber: Manuchi via Pixabay CCO; VW Käfer, 2013, Urheber: OpenClipart-Vectors via Pixabay CCO; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

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