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Ein Vogel wollte Hochzeit machen

Ein Vogel wollte Hochzeit machen

Bereits seit dem 19. Jahrhundert ist das lustige und populäre Kinderlied gern gesungen. Doch die Entstehung der heute gesungenen Melodie reicht laut Musikwissenschaft sogar noch weiter in die Vergangenheit. Aus dem Jahr 1604 existiert eine Papierhandschrift der Philippi Hainhofer Lautenbuecher Band 2, welche in der Wolfenbüttler Bibliothek archiviert wurde. Bereits 1613 gelangten in Nürnberg und Basel Flugblätter mit der Vogelhochzeit in 23 Versen in den Umlauf.

Weite Verbreitung erlangte das Stück in der heutigen Version während des 19. Jahrhunderts, vornehmlich durch Publikationen von Hoffmann von Fallersleben (Schlesische Volkslieder und Melodien, 1842), Ludwig Uhland (Alte hoch- und neudeutsche Volkslieder, Band 1, 1844 und Band 2, 1866) und Anrnim / Brentano (Des Knaben Wunderhorn Band 1-4, 1854). Mittlerweile zählt es wohl zu den beliebtesten volkstümlichen Kinderliedern.

Carolin Eberhardt

1.Strophe

Ein Vogel wollte Hochzeit machen,

wohl in dem grünen Walde.


2. Strophe

Die Drossel war der Bräutigam,

die Amsel war die Braute.


3. Strophe

Der Sperber, der Sperber,

der war der Hochzeitswerber.


4. Strophe

Der Stare, der Stare,

der flocht der Braut die Haare.


5. Strophe

Die Gänse und die Anten,

die war'n die Musikanten.


6. Strophe

Der Spatz, der das Hochzeitsmahl,

verzehrt die schönsten Bissen all.


7. Strophe

Der Uhu, der Uhu,

der bringt der Braut die Hochzeitsschuh'.


8. Strophe

Der Kuckuch schreit, der Kuckuck schreit,

er bringt der Braut das Hochzeitskleid.


9. Strophe

Der Seidenschwanz, der Seidenschwanz,

der bracht' der Braut den Hochzeitskranz.


10. Strophe

Der Sperling, der Sperling,

der bringt der Braut den Trauring.


11. Strophe

Die Taube, die Taube,

die bringt der Braut die Haube.


12. Strophe

Der Wiedehopf, der Wiedehopf,

der bringt der Braut nen Blumentopf.


13. Strophe

Die Lerche, die Lerche,

die führt die Braut zur Kerche.


14. Strophe

Brautmutter war die Eule,

nahm Abscheid mit Geheule.


15. Strophe

Der Auerhahn, der Auerhahn,

der war der stoze Herr Kaplan.


16. Strophe

Die Meise, die Meise,

die singt das Kyrie leise.


17. Strophe

Die Puten, die Puten,

die machen breite Schnuten.


18. Strophe

Der Pfau mit seinem bunten Schwanz

macht mit der Braut den ersten Tanz.


19. Strophe

Die Schnepfe, die Schnepfe,

setzt auf den Tisch die Näpfe.


20. Strophe

Die Finken, die Finken,

gaben der Braut zu trinken.


21. Strophe

Der lange Specht, der lange Specht,

der macht der Braut das Bett zurecht.


22. Strophe

Das Drosselein, das Drosselein,

das führt die Braut ins Kämmerlein.


23. Strophe

Der Uhu, der Uhu,

der macht die Fensterläden zu.


24. Strophe

Der Hahn, der krähet: „Gute Nacht“

nun wird die Kammer zugemacht.


25. Strophe

Die Vogelhochzeit ist nun aus,

die Vögel fliegen all' nach Haus.


26. Strophe

Das Käuzchen bläst die Lichter aus

und alle ziehn vergnügt nach Haus.

*****

Bildquelle: Frühlingsvogel, 2017, Urheber: werner22brigitte via pixabay; Rotkelchen, 2017, Urheber: ractapopulous via pixabay; Butner Vogel, 2017, Urheber: ractapopulous via pixabay; Kohlmeise, 2017, Urheber: ractapopulous via pixabay; Eisvogel, 2018, Urheber: ractapopulous via pixabay; Kahler Zweig, 2015, Urheber: AlexandruPetre via pixabay; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Noten gesetzt von: Carolin Eberhardt.

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