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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Ach, bittrer  Winter

Ach, bittrer Winter

Das melancholisch anmutende frühbarocke Stück vermittelt durch seine Moll-Akkorde die Verzweiflung und die Not, denen die Menschen des Mittelalters während des Winters begegnen mussten. Deutlich wird die Sehnsucht des Dichters nach wärmeren, helleren Tagen sowie der jährlichen Wiedergeburt der Natur.

Die Melodie lässt sich auf Werlins Liederhandschrift aus dem Jahr 1610 zurück datieren, der Text entstammt in seinem Ursprung dem Ambraser Liederbuch von 1582.

Melodie anhören:

Text

1. Ach bittrer Winter, wie bist du kalt!

Du hast entlaubet den grünen Wald,

du hast verblüht die Blümlein auf der Heiden.


2. Die bunten Blümlein sind worden fahl,

entflogen ist uns Frau Nachtigall;

sie ist entflogen, wird sie wieder singen.


3. Sie ist entflogen zu diesem Jahr,

ein steten Buhlen muss ich han,

ein steten Buhlen muss ich allzeit haben.

*****

Bildquelle:

Vorschaubild: Schneelandschaft, Furx, Vorarlberg, Österreich, 2003, Urheber: Kofler Jürgen via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt.


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