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Sommerschnee

Berndt Seite

Hardcover, 124 S., 2020 erscheint demnächst; Bereits vorbestellbar

ISBN: 978-3-86397-134-2
Preis: 15,00 €

Sommerschnee – das sind die luftig-bauschigen Samenfasern der Pappelfrüchte, die sich im Sommer öffnen und die Welt mit ihrem weißen Flaum überziehen: Schnee in der wärmsten Jahreszeit. Mal melancholisch, mal mandelbitter, aber stets in größter Genauigkeit geht Berndt Seite auch in seinem neuen Lyrikband den Erscheinungsformen der Natur nach und lotet in ihnen die Bedingungen des Lebens aus.

Das Wandern ist des Müllers Lust

Das Wandern ist des Müllers Lust

Wilhelm Müller

Wanderlieder drücken nicht nur die Sehnsucht nach anderen Ländern aus, sondern äußern vor allem das Bestreben, Erfahrungen zu machen. So auch Wilhelm Müller, der den Text „Das Wandern ist des Müllers Lust" verfasste. Es wurde als erstes Lied in dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin" in „Gaben der Milde" von Gubitz, 1818 in Berlin abgedruckt. Nach einer Vertonung von Franz Schubert wurde es erst nach der Melodie von Zöllner (1844) zu einem echten Volkslied.

Wilhelm Müller wurde 1794 in Dessau geboren. In seinem Vaterhaus kam er oft mit wandernden Handwerksgesellen zusammen. Dies und die Nähe zum waldreichen Auengebiet zwischen Elbe und Mulde (das heutige Naturschutzgebiet Mittelelbe) haben ihm die Stoffe geliefert, die auch im Lied „Das Wandern ist des Müllers Lust" gestaltet wurden. Seine Leistungen wie auch seine Anpassungsfähigkeit verhalfen ihm zu einer Bildungsreise als Begleiter des Baron von Sack, die zuerst nach Italien führte. Dort trennte sich Müller vom Baron und ging eigene Wege. Als er 1819 nach Dessau zurückkehrte, wurde er schließlich Direktor der Herzoglichen Bibliothek, heiratete die Enkelin des bekannten Pädagogen Basedow und erhielt den Hofratstitel. 1827 starb er, noch nicht einmal 33 Jahre alt. 

Lisa Neumann

Vom Wasser haben wir's gelernt, vom Wasser.
Das hat nicht Ruh bei Tag und Nacht,
ist stets auf Wanderschaft bedacht, das Wasser.

Das sehn wir auch den Rädern ab, den Rädern.
Die gar nicht gerne stille stehn,
und sich am Tag nicht müde drehn, die Räder.

Die Steine selbst, so schwer sie sind, die Steine.
Sie tanzen mit den muntren Reihn
Und wollen gar noch schneller sein, die  Steine.

O Wandern, Wandern, meine Lust, o Wandern!
Herr Meister und Frau Meisterin,
lasst mich in Frieden weiterziehn und wandern.


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Vorschaubild: Rita Dadder

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