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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Das Laub fällt von den Bäumen

Das Laub fällt von den Bäumen

Siegfried August Mahlmann

Das vorliegende Herbstlied wurde in seiner Melodie in volkstümlicher Weise überliefert. Der dazugehörige Text geht zurück auf ein Gedicht des deutschen Dichters, Siegfried August Mahlmann (*1771 in Leipzig, † 1826 ebenda). Bereits nach der Veröffentlichung seiner gesammelten Gedichte ca. 1803, fanden die teilweise lebensfrohen, teilweise religiös geprägten Stücke Anklang im zeitgenössischen Publikum. Neben poetischen Werken, verfasste der Schriftsteller und Verleger Trauerspiele, Romane sowie Theaterstücke.

Carolin Eberhardt


Das Laub fällt von den Bäumen,
das zarte Sommerlaub;
das Leben mit seinen Träumen
zerfällt in Asch und Staub.


Die Vöglein traulich sangen,
wie schweigt der Wald jetzt still!
Die Lieb' ist fortgegangen,
kein Vöglein singen will.

.

Die Liebe kehrt wohl wieder
im künftgen lieben Jahr,
und alles tönt dann wieder,
was hier verklungen war.

Der Winter sei willkommen,
sein Kleid ist rein und neu!
Den Schmuck hat er genommen,
den Keim bewahrt er treu.

Melodie anhören

*****

Vorschaubild - Herbstbild vom Paulinenturm von Lutz Fischer

Noten gesetzt von Carolin Eberhardt

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