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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019

 

Kind und Ochse

Kind und Ochse

Wilhelm Hey


Kind:

„Ei, Ochse, worüber denkst du nach,

Dass du da liegst fast den ganzen Tag,

Und machst so gar ein gelehrt Gesicht?“

Ochse:

„Hab Dank für die Ehre! So schlimm ist’s nicht.

Die Gelehrsamkeit, die muss ich dir schenken;

Ich halte vom Kauen mehr als vom Denken.


Und als er noch gekaut eine Weile

(Er hatte nicht eben die größte Eile),

Da spannten sie vor den Wagen ihn;

Ein schweres Fuhrwerk sollt‘ er zieh’n.

Das tat er auch ganz wohlgemut;

Das Denken konnt‘ er nicht so gut.

*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S.11.

Bildquelle:

Originalbild, Urheber: Eugen Klimsch; entnommen aus: Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S.11.

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