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Ein Buch, das zu Herzen geht

Klinikclown Knuddel erinnert an die vielen Kindern und Jugendlichen, die er begleiten durfte, und in seinen Geschichten lässt er ihr Wesen und ihre Persönlichkeit nochmals aufleben. Geschichten über die Liebe und einen Clown im Sterbezimmer.

Kind und Ochse

Kind und Ochse

Wilhelm Hey


Kind:

„Ei, Ochse, worüber denkst du nach,

Dass du da liegst fast den ganzen Tag,

Und machst so gar ein gelehrt Gesicht?“

Ochse:

„Hab Dank für die Ehre! So schlimm ist’s nicht.

Die Gelehrsamkeit, die muss ich dir schenken;

Ich halte vom Kauen mehr als vom Denken.


Und als er noch gekaut eine Weile

(Er hatte nicht eben die größte Eile),

Da spannten sie vor den Wagen ihn;

Ein schweres Fuhrwerk sollt‘ er zieh’n.

Das tat er auch ganz wohlgemut;

Das Denken konnt‘ er nicht so gut.

*****

Textquelle:

Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S.11.

Bildquelle:

Originalbild, Urheber: Eugen Klimsch; entnommen aus: Hey, Wilhelm: Fünfzig Fabeln für Kinder, Stuttgart: Loewes Verlag Ferdinand Carl, 1909, S.11.

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