Eine Frau besuchte ihren Bruder auf einem großen Bauernhof. Sie war von weit her angereist, hatte länger nichts gegessen und erklärte dem Bruder, dass sie sehr hungrig sei. Der geriet ins Schwärmen über die Pläne, die er mit dem Bauernhof noch vorhatte.
„Ich habe den Bach, der durch mein Anwesen fließt, stauen lassen und für ein neues Bewässerungssystem gesorgt. Nun bin ich vom Wetter unabhängig und werde vor allem Gemüse anpflanzen. Das verkauft sich sehr gut. Im ganzen Land werde ich Abnehmer finden. Auf meinen Feldern gedeihen Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Karotten, auch Tomaten, Gurken und sogar Avocados. Ich habe Treibhäuser errichten lassen. Über das ganze Jahr verteilt werde ich reiche Ernte einfahren können. Kartoffeln werden zurzeit sehr gut gehandelt. Die Nachfrage ist groß. Auch mit einer Gänsezucht habe ich begonnen. Das hat mich viel Geld gekostet. Aber es lohnt sich. In jedem November, wenn die Zeit des Martinsgansessens ist, kann ich hunderte Gänse verkaufen. Ich kann gar nicht so viel liefern, wie verlangt werden. Die Ernährung vieler Menschen liegt in meinen Händen...“
Der Bruder wollte nicht aufhören zu erzählen, doch da unterbrach ihn seine Schwester energisch: „Es ist ja schön, dass du die Absicht hast, viele Menschen zu beliefern und zu versorgen. Ich aber habe jetzt Hunger. Gib mir wenigstens zwei Scheiben Brot.“
Fazit: Alles zu seiner Zeit.