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Friedrich W. Kantzenbach

Erfundenes Glück

Der Autor beschäftigt sich auf lyrischem Weg mit den essentiellen Dingen des Lebens. Er reflektiert seine reichen literarischen Begegnungen und verarbeitet Reiseerlebnisse und persönliche Bekanntschaften mit Menschen, die ihn beeindruckten. Zunehmend durchdringen die Themen Krankheit, Tod und Vergänglichkeit seine Texte.

 

Der Fuchs und die Trauben

Der Fuchs und die Trauben

Jean de La Fontaine

Hungrig schlich ein Fuchs durch ein Landgut in der Gascogne. Er wäre dankbar gewesen, wenn er nur irgendetwas Essbares zu fressen bekommen hätte. Da sah er am Dach einer grünen Laube prächtige Trauben mit dicken Beeren hängen. „Die könnten mir schmecken", dachte er und richtete sich auf, um an die Früchte zu gelangen. Doch sie hingen so hoch, dass es ihm trotz aller Bemühungen und Hochsprünge nicht gelang, sie zu greifen. Da sagte er zu sich: „Was soll ich mit den Trauben? Es ist deutlich zu sehen, dass sie noch klein und unreif sind. Die mag essen, wer will. Mir sind sie zu sauer." So tröstete er sich selbst und musste seine Suche nach Nahrung an anderer Stelle fortsetzen.
  
Fazit: Seit dem Erscheinen dieser Fabel heißt es, wenn man ein Ziel nicht erreichen kann: „Die Trauben sind zu sauer" oder „Die Trauben hängen zu hoch".
 
 
nacherzählt von Florian Russi

 

   

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Teaserfoto: pixabay, aus zwei Bildern zusammengefügt und neu bearbeitet von Kati Spantig, Urheber beider Bilder: ClkerFreeVectorImages (gemeinfrei, kein Bildnachweis nötig)

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