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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Der Rabe und der Fuchs

Der Rabe und der Fuchs

Jean de La Fontaine

Es war einmal ein Rabe, der hatte sich einen ganzen Käse ergattert und flog stolz und glücklich damit auf einen Baum, um ihn sich dort schmecken zu lassen. Angelockt durch den Duft des Käses kam ein Fuchs angelaufen. Er setzte sich unter den Baum, auf dem der Rabe saß und schmeichelte:

„Wie froh bin ich, Euch einmal persönlich anzutreffen. Man hat mir erzählt, dass Ihr der beste Sänger in der ganzen Umgebung wärt. Eure Stimme soll unübertroffen sein. Ist das wahr? Ihr würdet mein Herz erfreuen, wenn Ihr mir eine Probe Eures wunderbaren Gesangs geben würdet".

Solche Worte hörte der Rabe sehr gerne. Er richtete sich auf und begann sofort, auf Rabenart zu krächzen. Dabei entglitt ihm der Käse und landete auf dem Boden, unmittelbar vor den Vorderpfoten des Fuchses. Der schnappte ihn sich und trug ihn in Sicherheit. Vorher aber rief er noch dem Raben zu: „Ein Glück für mich, dass Du so eitel bist. So bin ich jetzt zu diesem wohlschmeckenden Käse gekommen. Auf Deinen Gesang kann ich dagegen gerne verzichten".

Fazit:
Hüte Dich vor Schmeicheleien und bleibe kritisch auch gegenüber Dir selbst und Deinen Fähigkeiten.

    

                                                                                     Nacherzählt von Florian Russi

  

    

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Teaserfoto: wikimedia; arabische Illustration - gemeinfrei