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Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Hab mein Wage voll gelade

Hab mein Wage voll gelade

Ik heb een wagen vol geladen

Wer kennt sie nicht? Diese Tage, an denen man sich plötzlich nach der Arbeit in einem gefüllten Bus oder Zug wiederfindet und die ganze Fahrt darüber nachgrübelt, wie schön es wäre, wenn ein paar unliebsame Fahrgäste an der nächsten Station aussteigen würden. Auch in den 3 Strophen des Liedes Hab mein Wage voll gelade scheint der Kutscher zu dem Schluss zu kommen, dass er seinen Wagen nicht länger mit keifenden Gästen beladen möchte, stattdessen entscheidet er sich für die fröhlichen, jungen Mädchen.

Melodie und Text des Liedes stammen aus dem Flämischen und wurden erstmals 1843 mit dem Titel Ik heb een wagen vol geladen in Gent veröffentlicht. Eine Übersetzung ins Deutsche erfolgte 1893 von Christiane Rassow. Die heutige Fassung findet sich seit 1909 in dem Zupfgeigenhansl, einem Liederbuch des Wandervogels und der Jugendbewegung.

Bianca Geurden

 

Hab mein Wage voll gelade

1. Strophe
Hab mein Wage voll gelade,
voll mit alten Weibsen.
Als wir in die Stadt neinkamen,
hubn sie an zu keifen.
Drum lad ich all mein Lebetage
nie alte Weibsen auf mein Wage.
Hü, Schimmel hüaho,
hü, Schimmel hü !

2. Strophe
Hab mein Wage voll gelade,
voll mit Männern, alten.
Als wir in die Stadt neinkamen,
murrten sie und schalten.
Drum lad ich all mein Lebetage
nie alte Männer auf mein Wage.
Hü, Schimmel hüaho,
hü, Schimmel hü !

3. Strophe
Hab mein Wage voll gelade,
voll mit jungen Mädchen.
Als wir zu dem Tor neinkamen,
sangen sie durchs Städtchen.
Drum lad ich all mein Lebetage
nur junge Mädchen auf mein Wage.
Hü, Schimmel hüaho,
hü, Schimmel hü !

Worte: "Zupfgeigenhansl"
Weise: Niederländische Worte: "Zupfgeigenhansl"
Weise: Niederländisches Volkslied

Noten gesetzt von Oliver Räumelt - freischaffender Musiker aus Weimar

Vorschaubild, Mi-Caréme, 1907, Frauen in Kutsche, gemeinfrei 

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