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N wie Ninive
Erzählungen

In metaphorisch einprägsamen Stil  werden verschiedene Schicksale erzählt, die ihren Haupthelden alles abverlangen, sie an ihre Grenzen bringen. Bei der Frage nach der Schuld, nach Gerechtigkeit und Gott verstricken sich Zukunft und Vergangenheit. 

"Er hat einen eigenen Ton, ein bisschen mecklenburgisch erdenschwer, aber dann auch wieder sehr poetisch"

Frankfurter Allgemeine 07.10.2014 Nr. 232 S. 10 

Morgen muss ich fort von hier

Morgen muss ich fort von hier

Ein Text aus des Knaben Wunderhorn

 
„Morgen muss ich fort von hier" gehörte zum Stammrepertoire der Berliner Comedian Harmonists und war um 1930 sehr beliebt bei der deutschen Bevölkerung. 
Die Melodie stammt von Friedrich Silcher, der unzählige andere Lieder vertonte. In „Des Knaben Wunderhorn", einer Sammlung von Volksliedtexten von Clemens Brentano und Achim von Arnim, findet sich der Text des Liedes in dem zwei Liebende Abschied von einander nehmen müssen.
Tiffany Tabbert
 

 

Morgen muss ich fort von hier 

1. Morgen muss ich fort von hier
Und muss Abschied nehmen.
O du allerschönste Zier;
Scheiden das bringt Grämen.
Da ich dich so treu geliebt
Überalle Maßen,
|: Soll ich dich verlassen. :|

2. Wenn zwei gute Freunde sind,
Die einander kennen,
Sonn' und Mond bewegen sich,
Ehe sie sich trennen.
Noch viel größer ist der Schmerz,
Wenn ein treu geliebtes Herz
|: In die Fremde ziehet. :|

3. Küsset dir ein Lüftelein
Wange oder Hände,
Denke, dass es Seufzer sein,
Die ich zu dir sende,
Tausend schick' ich täglich aus,
Die da wehen um dein Haus,
|: Weil ich dein gedenke. :|


*****
Vorschaubild: Tiffany Tabbert unter Verwendung des Entwurfes "Des Knaben Wunderhorn" von Moritz von Schwind.
Noten: gesetzt und arrangiert von Tiffany Tabbert 

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