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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Morgen muss ich fort von hier

Morgen muss ich fort von hier

Ein Text aus des Knaben Wunderhorn

 
„Morgen muss ich fort von hier" gehörte zum Stammrepertoire der Berliner Comedian Harmonists und war um 1930 sehr beliebt bei der deutschen Bevölkerung. 
Die Melodie stammt von Friedrich Silcher, der unzählige andere Lieder vertonte. In „Des Knaben Wunderhorn", einer Sammlung von Volksliedtexten von Clemens Brentano und Achim von Arnim, findet sich der Text des Liedes in dem zwei Liebende Abschied von einander nehmen müssen.
Tiffany Tabbert
 

 

Morgen muss ich fort von hier 

1. Morgen muss ich fort von hier
Und muss Abschied nehmen.
O du allerschönste Zier;
Scheiden das bringt Grämen.
Da ich dich so treu geliebt
Überalle Maßen,
|: Soll ich dich verlassen. :|

2. Wenn zwei gute Freunde sind,
Die einander kennen,
Sonn' und Mond bewegen sich,
Ehe sie sich trennen.
Noch viel größer ist der Schmerz,
Wenn ein treu geliebtes Herz
|: In die Fremde ziehet. :|

3. Küsset dir ein Lüftelein
Wange oder Hände,
Denke, dass es Seufzer sein,
Die ich zu dir sende,
Tausend schick' ich täglich aus,
Die da wehen um dein Haus,
|: Weil ich dein gedenke. :|


*****
Vorschaubild: Tiffany Tabbert unter Verwendung des Entwurfes "Des Knaben Wunderhorn" von Moritz von Schwind.
Noten: gesetzt und arrangiert von Tiffany Tabbert 

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