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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Herr! Schicke, was du willst

Herr! Schicke, was du willst

Eduard Mörike

Dieses Gedicht ist Ausdruck eines Hochgefühls christlicher Demut. Eduard Mörike war evangelischer Pfarrer und als Dichter ein Exponent des schwäbischen Biedermeiers. Dies bedeutete „Spießbürgertum", Rückzug ins Private und „stilles Bescheiden".

Der Autor hat sich darin eingefunden, dass Gott es ist, der den Menschen das Leben geschenkt hat und nun mehr oder weniger darüber verfügt. Es hat weder Sinn noch Aussicht auf Erfolg, dagegen aufzubegehren. Also fügt man sich und hofft, dass man auch mal etwas von Gottes Güte zu spüren bekommt, dass einen das Schicksal nicht zu sehr beutelt und wenn es einen trifft, sich in erträglichen Grenzen hält. Dass der Autor auch ein schlimmes Leiden „vergnügt" auf sich nehmen würde, brauchen wir ihm nicht zu glauben. Mörike selbst hat nicht nur brav geduldet, sondern sich auch immer wieder um bessere Lebenssituationen bemüht. Genau genommen ist das Gedicht eine unterwürfige Anklage. Da gibt es einen allmächtigen Gott, der mit uns machen kann, was er will.

Florian Russi

  

Herr! Schicke,
was du willst,
ein Liebes oder Leides;
ich bin vergnügt,
daß beides
aus deinen
Händen quillt.

 

  

   

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Teaserfoto: wikimedia - gemeinfrei; Eduard Mörike, Lithografie von Bonaventura Weiß, 1851

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