Deutschland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Deutschland-Lese
Unser Leseangebot

Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Brich herein, süßer Schein

Brich herein, süßer Schein

Marie Schmalenbach

Das Kirchenlied stammt aus der Feder einer Frau, nämlich Maria Schmalenbach. Sie stammte aus einer Pastorenfamilie und stand mit ihrem Ehemann Theodor der Erweckungsbewegung nahe. Während Theodor sich als Pfarrer und Prediger hervortat, brachte sie Gedichte und Lieder in die Welt.

Eine Auswahl ihrer Verse sind 1882 bei Heinrich Bertelsmann unter dem Titel „Tropfen aus dem Wüstenquell“ herausgegeben worden. Darin war auch der Text „Brich herein, süßer Schein ... “ abgedruckt. Als Kirchenlied fand er Eingang in das Evangelische Kirchengesangbuch, Ausgabe für die Landeskirchen Rheinland, Westfalen und Lippe, unter der Nr. 572. In der Region wird es noch heute gern gesungen.

Der Grabstein der Marie Schmalenbach an der Kirche in Mennighüffen trägt als Inschrift die dritte Strophe diese Kirchenliedes.

Hermann Multhaupt

Brich herein, süßer Schein seliger Ewigkeit!
Leucht in unser armes Leben,
unsern Füßen Kraft zu geben,
unsrer Seele Freud,
unsrer Seele Freud.

 

Hier ist Müh morgens früh und des Abends spät,
Angst, davon die Augen sprechen,
Not, davon die Herzen brechen;
kalter Wind oft weht,
kalter Wind oft weht.

 

Jesu Christ, du nur bist unrer Hoffnung Licht.
Stell uns vor und lass uns schauen
jene immer grünen Auen,
die dein Wort verspricht,
die dein Wort verspricht.

 

Ewigkeit, in die Zeit leuchte hell herein,
dass uns werde klein das Kleine
und das Große groß erscheine,
selge Ewigkeit,
selge Ewigkeit.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Üb immer Treu und Redlichkeit
von Ludwig Christoph Heinrich Hölty
MEHR
Du, mein Schutzgeist, Gottes Engel
von Gottlob Wilhelm Burmann
MEHR
Nun danket alle Gott
von Martin Rinckart
MEHR
Anzeige
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen