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Bernd Seite

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Berndt Seite wirft einen Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nicht nur seine eigene, sonderen auch auf Blick auf die Menschheit als Ganzes.

Der ungehörige Bonobo

Der ungehörige Bonobo

Florian Russi

Neben den gemeinen Schimpansen sind die Bonobos entwicklungsgeschichtlich und biologisch die nächsten Verwandten des Menschen. Um Streitigkeiten zu schlichten oder zu zügeln, haben sie eine Besonderheit entwickelt. Sie paaren sich untereinander kreuz und quer: Männlein und Weiblein, Weiblein und Weiblein, Männlein und Männlein, Jung und Alt, allein oder zu mehreren, in allen denkbaren Variationen. So ist es bei ihnen Brauch.

In einer Affenkolonie kam es zu einem besonderen Vorfall. Ein Bonobo-Männchen griff in einem Anfall von Wollust nach einem Weibchen und besprang sie. Empört beschwerte sich das Weibchen danach bei den anderen Affen. „Der Kerl hat mich vergewaltigt. Er hat mich genommen, ohne jemals vorher mit mir gestritten zu haben. Einfach so.“ Da wurden die anderen Bonobos sehr wütend. Sie fielen über den Übeltäter her und es kam zu einer Massenorgie.

Fazit: Streit lässt sich schwer vermeiden,
Leidenschaften aber muss man beherrschen können.

 

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Vorschaubild: Andrea Papaccio Napoletano, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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