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Sesenheimer Liebeslyrik

Florian Russi

Während seines Studiums in Straßburg lernte Johann Wolfgang von Goethe die Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und Goethe wurde durch Friederike zu wundervollen Gedichten angeregt.

Einige von ihnen (Heideröslein, Mailied, Willkommen und Abschied u. a.) zählen zu seinen besten und beliebtesten überhaupt. In diesem Heft sind sie vorgestellt und mit Bildern und Erläuterungen angereichert.

Der Hase und die Frösche

Der Hase und die Frösche

Jean de La Fontaine

Ein Hase lag geduckt auf einer Wiese. Er wollte schlafen, konnte aber nicht. Eine furchtbare Angst plagte ihn. „Immer muss ich damit rechnen, dass mich ein Fuchs oder ein Raubvogel jagd, dass ein Hund mich aufscheucht oder ein Jäger nach mir schießt. Ständig und überall lauern Gefahren. Nie finde ich Ruhe oder Geborgenheit."

Immer mehr beklagte der Hase seine Schwäche, bis er es nicht mehr aushielt. Voller Sorge sprang er auf und lief zu einem nahegelegenen Teich. Als er dort ankam, sprangen einige Frösche entsetzt vom Ufer ins Wasser, tauchten darin unter und hielten sich versteckt.

„Was ist mit mir?", dachte da der Hase. „Plötzlich bin ich groß und stark und andere Tiere springen ängstlich vor mir weg. Mag ein Tier auch noch zu schwach sein, immer gibt es ein anderes, dass sich vor ihm fürchtet und davonflieht."

Fazit: Immer gibt es Stärkere, immer gibt es Schwächere. Am besten wärs, sie würden sich alle untereinander vertragen.

nacherzählt von Florian Russi

 

   

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Teaserfoto: pixabay, aus zwei Bildern zusammengefügt und neu bearbeitet von Kati Spantig, Urheber beider Bilder: ClkerFreeVectorImages (gemeinfrei, kein Bildnachweis nötig)

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