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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Papa Heuss in Schwaben

Papa Heuss in Schwaben

Fritz Leiste

Die Schwaben gelten als tüchtig und selbstbewusst. Auch der erste Präsident der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss (1884-1963), war einer von ihnen. Eines Tages besuchte er in seiner Eigenschaft als erster Repräsentant des Staates eine schwäbische Weinbaugemeinde. Zum Abendessen kredenzte man ihm einen Wein, der ihm ausgezeichnet schmeckte. Da setzte sich der Ortsbürgermeister zu ihm an den Tisch und sagte mit strahlenden Augen: „Gell, Herr Bundespräsident, des isch a Weinle! - und isch noch lang net der bescht, den mir hennt."