Deutschland Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.deutschland-lese.de
Unser Leseangebot

Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Arbeitsblatt: Mutter Courage, Blatt 1

Arbeitsblatt: Mutter Courage, Blatt 1

Carina Wurdinger

Brechts Haltung zum Krieg in „Mutter Courage und ihre Kinder"

Nutze das Gedicht, eine Variation zum Stück, als Leitfaden für die Dramenlektüre.

ES WAR EINMAL EINE MUTTER
Wurd Mutter Courage genannt
Sie zog im dreißigjährigen Krieg
Als Händlerin durch das Land.

Sie hatte keine Furcht vorm Kriege
Wollt machen ihren Schnitt
Und nahm, dass sie auch was kriegten
Ihre drei Kinder mit.

Ihr Ältester fiel, weil er ein Held war
Der Zweite, weil er zu brav.
Die Tochter hatt ein zu gutes Herz
Als sie die Kugel traf.

(Bertolt Brecht in: Kennst du Bertolt Brecht? S. 106)

 

Brechts Stück „Mutter Courage und ihre Kinder" wie das Gedicht spielen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648).

Brecht wählt den Zeitraum vom Frühjahr 1624 bis zum Januar 1636, eine Kriegszeit von 12 Jahren. Geschrieben hat er sein Stück 1939 in Dänemark im Exil, ein Menetekel für den zweiten Weltkrieg.

 

Brecht stellt ins Zentrum seines Stückes die kleinen Leut

 

„[...] Leut, die gar nicht als Kriegsleut gelten. / Nämlich um solche, die im
Troß dahinter bleiben / Und nur im Krieg ihr kleines Geschäft betreiben."

                                        (Bertolt Brecht in: Kennst du Bertolt Brecht?, S. 107f.)

 

1. Setz dich mit Brechts Entscheidung auseinander, „Mutter Courage und ihre Kinder" zeitlich im Dreißigjährigen Krieg anzusiedeln und die kleinen „Leut" ins Zentrum zu stellen.

  • Untersuche Bedingungen des Dreißigjährigen Krieges:  Vorgeschichte, Ursachen, Kriegsverlauf, beteiligte Länder (Bezug zu deiner Heimat)
  • Wie erlebte das Volk den Krieg?
  • Welche Stellung hatten Frauen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges?

  • Warum wählte Brecht eine Mutter als zentrale Figur seines Stückes, der er den Beinamen „Courage" gab?
  • Finde Brechts Mittel des „epischen Theaters" im Stück heraus, mit denen Brecht  dem Zuschauer verdeutlichen will, was der Krieg mit den kleinen Leuten macht.

 

2. Stelle deine Ergebnisse zur Diskussion, nutze dazu Medien, wie z. B.:

  • Talkshow (in Absprache mit anderen Schülern) mit Anfragen, Einspielen von Trailern und Liedern (CD zu Kennst du Bertolt Brecht?),
  • Power-Point-Präsentation zum Kriegsgeschehen (historische Landkarten nutzen),
  • Dokumentationen mit Bildern von Künstlern zum Krieg (vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Gegenwart  ( z. B. in: Kennst du Bertolt Brecht?, S. 115),
  • Auszüge aus Inszenierungen zu „Mutter Courage und ihre Kinder" (YouTube) zur Verdeutlichung der Mittel, die „kleinen Leut" im Krieg zu zeigen.

 

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Anzeige