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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Neujahrsglückwünsche, Neujahrsgeschenke und Neujahrskarten

Neujahrsglückwünsche, Neujahrsgeschenke und Neujahrskarten

Andreas Schneider

Neben Böllerschießen und privat oder öffentlich gezündeten Feuerwerken sind zum Jahreswechsel besonders auch Glückwünsche üblich geworden, nicht nur in Deutschland. Gern ruft man sich unter Freunden oder in der Familie noch in der Neujahrsnacht oder am Neujahrstag ein „Prosit Neujahr“ zu oder spricht Gesundheits-, Glück- und Segenswünsche für das neue Jahr aus wie „Ein gutes Neues (Jahr)!“ - auch wenn es häufig nur Höflichkeitsfloskeln sind. Mann muss es damit aber nicht allzu eilig haben: Bis zum Ende des Weihnachtsfestkreises, also bis Lichtmess am 2. Februar, so meinen zumindest Kulturwissenschaftler, können noch Neujahrswünsche ausgesprochen werden, die als einigermaßen schicklich gelten.

Sehr beliebt und viel gebraucht ist besonders der Wunsch „Guter Rutsch!“ Er bedeutet übrigens ursprünglich überhaupt nicht, dass man gut ins neue Jahr hinüber rutschen solle, wie vielfach angenommen wird. Er besagt nicht mehr, als dass man im neuen Jahr gut anfangen möge. Denn im Rutsch steckt das hebräische Wort „rosch“, das „Kopf“ oder „Anfang“ bedeutet; über das jiddische Wort „rojsch“ hat es sich ins Deutsche „gemogelt“ - und so rutschen wir halt ins neue Jahr …

Als Endtermin für noch einigermaßen schickliche Neujahrswünsche gilt das Ende des Weihnachtsfestkreises, also Lichtmess am 2. Februar.
Als Endtermin für noch einigermaßen schickliche Neujahrswünsche gilt das Ende des Weihnachtsfestkreises, also Lichtmess am 2. Februar.

Teilweise waren früher die Glückwunschgänge von Haus zu Haus oder Bekannten zu Bekannten regelrechte Heischegänge, die Neujahrsgeschenke oder andere Gaben „erzwangen“ - zumeist Gebildbrote oder Geldmünzen. Der Geschenktermin ging im 19. Jahrhundert meist mit auf das Weihnachtsfest über – wir wären ja heute auch völlig überfordert, wenn wir nach den überbordernden Geschenkübergaben zu Weihnachten eine Woche später schon wieder „ran“ müssten …

Schon im 14. und 15. Jahrhundert beginnt der Brauch, Neujahrswünsche in Briefen auszutauschen, zunächst nur in fürstlichen und geistlichen Kreisen, der damaligen Elite. Im 18. bzw. frühen 19. Jahrhundert wurden Ausschneidebögen und Klappkarten als Neujahrswünsche beliebt. Seit 1872 gibt es in Deutschland gedruckte Neujahrsglückwunschkarten, seit den 1950er-Jahren auch in Kombination mit Weihnachtskarten. Inzwischen ist auch das, spätestens seit dem Übergang ins 21. Jahrhundert, fast überall schon wieder Geschichte – in Zeiten von Email, SMS und WhatsApp geht das Beglückwünschen bequemer und schneller eben digital.

Neujahrsansprachen, nicht nur von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs, sind allerdings noch üblich und inzwischen fester Bestandteil politischer Kultur – was über ihre mögliche Beliebtheit oder das Gegenteil freilich noch nicht viel aussagt ...

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Bildquellen:

Neujahrespostkarte aus dem Jahr 1897, gemeinfrei

Viel Glück Urheber: KRiemer via pixabay.com, gemeinfrei


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