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LRS Heft 1

Lesen. Richtig Schreiben.:

Stets am Balle bleiben, Heft 1

Lese-Rechtschreib-Schwäche professionell begegnen. Schülerarbeitsheft

ISBN978-3-86397-230-1

Preis: 15,00 €

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Leseprobe

Lesen. Richtig Schreiben.: Stets am Balle bleiben, Heft 2

Lese-Rechtschreib-Schwäche professionell begegnen. Schülerarbeitsheft

ISBN 978-386397231-8

Preis: 15,00 €

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Leseprobe

Lese-Rechtschreib-Schwäche

Lese-Rechtschreib-Schwäche

Romi Tennstedt

Hurra, endlich ein Schulkind! Mit Zuckertüte, Ranzen und großen Erwartungen werden jedes Jahr tausende Kinder eingeschult. In den ersten Wochen und Monaten werden sie nun mit den Buchstaben vertraut gemacht und erlernen so das Lesen und Schreiben, welches die Grundlagen für das weitere Lernen sind.

Doch einigen Kindern fällt das Lesen- und Schreibenlernen besonders schwer. Sie lesen nur sehr langsam, stockend und undeutlich, lassen Wortteile oder Buchstaben aus oder fügen willkürlich welche hinzu. Daher können sie den Sinn des gelesenen Satzes nur schwer erfassen. Trotz täglichen Übens wird die Lesefähigkeit nicht besser. Man spricht von einer Leseschwäche.

Lesenlernen braucht Förderung
Lesenlernen braucht Förderung

In vielen Fällen folgen damit auch Probleme beim Schreiben. Die Kinder verdrehen oder verwechseln Buchstaben und machen viele Fehler, nicht nur im Diktat, sondern auch beim Abschreiben. Kombinieren sich die Probleme beim Lesen und Schreiben spricht man von einer Lese-Rechtschreib-Schwäche, kurz LRS.

Zeigt ein Kind Probleme beim Lesenüben oder kann nicht richtig schreiben, so ist dies frustrierend, nicht nur für Eltern, sondern in erster Linie für das Kind selbst. Denn mit jedem Fehlschlag leidet die Motivation, schwindet die allgemeine Lust am Lernen, die Freude auf die Schule. Nicht selten kann sich aus LRS eine Schulangst entwickeln. Dieser Entwicklung gilt es vorzubeugen.

Was also können Eltern und Lehrer tun, wenn ein/mein Kind nicht lesen lernt?

Wichtig sind vor allem zwei Dinge, die es zu verstehen gilt:

  1. Das Kind darf nicht mit seinen Schwierigkeiten allein gelassen werden. Es ist wichtig, dass Lehrer und Eltern frühestmöglich das Problem erkennen und frühzeitig Hilfe, sogenannte LRS-Förderung anbieten.
  2. Ein Problem hat seinen Ursprung niemals an dem Punkt, wo es sichtbar wird, sondern immer einen (Lern-)Schritt zuvor.

Nachhilfe Lesen

Es ist nur bedingt hilfreich, wenn man das Kind wiederholt einen Text üben lässt, mit dem es Probleme hat. Das ist ungefähr so sinnvoll, wie jemanden mit dem Gesicht direkt vor eine Wand zu stellen und zu erwarten, dass er diese nun im Ganzen vollständig überblickt.
Es ist daher zielführender, ein paar (Lern-)Schritte rückwärts zu gehen, und von da aus mit kleinen, aber sicheren Schritten wieder voran. Leseübungen sollten also erst einmal mit der Buchstabe- Lautzuordnung beginnen, dann einzelne Silben erkennen und dann einzelne Worte. Kleine Wörter sind anfangs überschaubarer für das Kind. Auf viele Wiederholungen ist zu achten, denn sie bieten Lernerfolg und machen Fortschritte sichtbar. Reimwörter machen Kindern nicht nur Spaß, sondern fördern Wiederholung und Unterscheidung von Einzelmerkmalen.
Ist das Kind bei einzelnen Worten sicher, kann es kleinere Wortgruppen als Herausforderung angehen, bevor es sich ganzen Sätzen zuwendet. Die Taktik der kleinen Schritte bietet dem Kind Sicherheit und kleine Erfolge, was neue Motivation schenkt.

Leselernhilfen
Leselernhilfen

Wie kommt (m)ein Kind zum Lesen?

Im Grunde durchläuft jedes Kind dieselben Entwicklungsstufen auf dem Wege zur Schriftsprache: Silben getrennt akustisch erfassen – einzelnen Buchstabe-Laute zuordnen – erste Silben und Miniwörter (mit 2 Buchstaben) bilden – Schritt für Schritt weitere Buchstaben lernen – neue Wörter üben – kleine Wortgruppen und Sätze üben – schwierige Buchstabenkombinationen erkennen und automatisieren – ganze Sätze erfassen – längere Sätze … ganze Texte.

Für die einzelnen Entwicklungsschritte benötigen alle Kinder unterschiedlich viel Zeit. Einige werden sie schnell durchlaufen, andere brauchen länger. Dann hilft nur häufiges Wiederholen und Üben dieses Entwicklungsschrittes, bis sich eine Automatisierung im Lesevorgang einstellt. Dann erst kann der nächste Schritt folgen.


Wo finden Eltern Hilfe?

In erster Linie sollten Eltern das Gespräch mit der Schule suchen, denn an einigen Schulen gibt es gezielte Förderung, z. B. in LRS-Klassen. Speziell für Kinder, denen das Lesen und Schreiben schwer fällt, hat Annett Zilger, Lehrerin am Förderzentrum Sprache Dresden, zwei LRS-Schülerarbeitshefte entwickelt. Die aufeinander aufbauenden Hefte tragen den Titel „Lesen Richtig Schreiben. Stets am Balle bleiben“ und bieten in kleinen Schritten gezielte Lese- und Schreibübungen zu jedem einzelnen Buchstaben. Die Hefte dienen der Arbeit in den LRS-Klassen 3/1 ebenso wie der der Übung zuhause.
Zusätzlich können das Lesetraining, die Lesetexte und/oder die Spielesammlung des Dresdner Schriftspracherwerbs genutzt werden. Zudem gibt es die Tintenklex Lernsoftware.

Des Weiteren sind auf dem Markt auch mehrere kostenpflichtige Institute zu verzeichnen, die sich auf gezielte außerschulische Nachhilfe/Therapie spezialisiert haben, so z. B. die Pädagogisch Therapeutische Einrichtung (PTE), das Lehrinstitut für Orthographie und Sprachkompetenz (LOS) oder die Duden Institute für Lerntherapie.

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