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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

<p "="">Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Franz, Ignaz

wurde 1719 in Protzan in Schlesien geboren. Er studierte an der Universität Breslau Philosophie und Theologie und wurde 1742 zum katholischen Priester geweiht. 1766 wurde er zum Rektor des Breslauer Priesterseminars berufen.

Ignaz Franz war Herausgeber von Katechismen (Glaubenslehren) und Gesangbüchern. Um 1770 schrieb er einen deutschen Text zu dem Lied „Te deum laudamus" (Großer Gott wir loben dich). Er starb am 19. August 1790 in Breslau.

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