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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Chamisso, Adelbert von

Chamisso, Adelbert von

Adelbert von Chamisso wurde am 26. Dezember 1781 als Sohn einer französischen Grafenfamilie auf Schloss Boncourt in der Champagne geboren. Drei Jahre nach der Französischen Revolution flohen die inzwischen verarmten Eltern mit ihren Kindern über die Niederlande und Süddeutschland nach Berlin. Chamisso besuchte das Französische Gymnasium in Berlin und wurde mit 15 Jahren Page der preußischen Prinzessin Friedericke Dorothea Luise Philippine, die später durch Heirat zur Fürstin Radziwill wurde. 1801 war er preußischer Leutnant und nahm an den antinapoleonischen Kriegen teil. Ab 1804 gab er zusammen mit Freunden aus dem romantischen Dichterkreis „Nordsternbund" den Berliner „Musenalmanach" heraus, der bis 1806 erschien. Er engagierte sich als Botaniker und Naturforscher. 1815 bis 1818 nahm er an einer wissenschaftlichen Weltumsegelung teil, über die er bis heute beachtete Berichte verfasste. Schließlich wurde er Kustos des königlichen Herbariums in Berlin und zum Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften gewählt.

Chamisso pflegte intensive Kontakte zu Wissenschaftlern, Schriftstellern und Literaturfreunden.

1831 veröffentlichte er einen Band mit eigenen Gedichten. Bis heute sind von ihm die Balladen „Das Riesenspielzeug", „Die Sonne bringt es an den Tag" sowie die sozialkritische „Alte Waschfrau" und außerdem „Peter Schlemihls wundersame Geschichte" weithin bekannt.

Adelbert von Chamisso starb am 21. August 1838 in Berlin. Nach ihm ist eine in der Behringstraße gelegene Insel benannt.

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