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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Kindleben, Christian Wilhelm

Der am 4. Oktober 1748 in Berlin geborene Kindleben ist vor allem als Sammler, Bearbeiter und Herausgeber von Studentenliedern hervorgetreten. Das bekannteste darunter ist das weltweit gesungene „Gaudeamus igitur", als dessen Verfasser er gilt.

Kindleben stammte aus ärmlichen Verhältnissen, konnte aber mit Hilfe von Gönnern in Halle Theologie studieren und später an der Universität Wittenberg promovieren. Der hoch begabte Mann verbaute sich eine berufliche Karriere durch ein ausschweifendes Leben und übermäßigen Alkoholgenuss. Der Prorektor der Universität Halle ließ seine „Studentenlieder" und sein „Studenten-Lexicon" konfiszieren, weil die darin enthaltenen studentischen Sprüche damals als ordinär und unschicklich galten.

Kindleben starb 37-jährig 1785 in Jena. Sein genaues Sterbedatum ist nicht bekannt.

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