Deutschland Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.deutschland-lese.de
Unser Leseangebot

Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Hebel, Johann Peter

Hebel, Johann Peter

Johann Peter Hebel, geboren am 10. Mai 1760 in Basel, verbrachte seine Kindheit während des Sommers in Basel, wo seine Eltern in einem Patrizierhaus tätig waren und im Winter in dem Ort Hausen im Wiesental in Baden, wo sein Vater dann als Weber arbeitete. Früh verlor Johann Peter seine Eltern. Verschiedene Gönner kümmerten sich um den aufgeweckten Jungen, der später von sich schrieb, dass er früh gelernt habe „arm sein und reich sein ... nichts haben und alles haben, mit den Fröhlichen froh und mit den Weinenden traurig" zu sein.

Hebel studierte protestantische Theologie und wurde Kandidat fürs Pfarramt. Sein Wunschtraum, ein einfacher Pfarrer zu werden, ging jedoch nicht in Erfüllung. Er verdingte sich zunächst als Hauslehrer und Prediger, 1792 wurde er Hofdiakon am Fürstenhof in Karlsruhe und unterrichtete auch am dortigen Gymnasium, dessen Direktor er später wurde. Seit 1819 war er Prälat der lutherischen Landeskirche und in dieser Funktion auch Mitglied der Badischen Ständeversammlung. Hier engagierte er sich vor allem in sozialen, kulturellen und kirchlichen Fragen. Ebenso setzte er sich für die Vereinigung der lutherischen und der reformierten Kirchen in Baden ein.

Hebel schrieb Gedichte in alemannischer Mundart. Einige davon wurden von Goethe rezensiert und hoch eingeschätzt. Darüber hinaus veröffentlichte er Kalendergeschichten, Erzählungen und Anekdoten im „Rheinländischen Hausfreund". Der Philosoph Ernst Bloch bezeichnete seine Erzählung „Unverhofftes Wiedersehen" als „die schönste Geschichte der Welt".

Hebel starb am 22. September 1826 in Schwetzingen. Dort befindet sich auch sein Grab.

*****

Porträt Johann Peter Hebels: Bleistiftzeichnung (1810) von Christian Friedrich Müller

Beiträge dieses Autors auf www.deutschland-lese.de: