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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Franz Grillparzer

Franz Grillparzer

Georg Bürke

Franz Grillparzer
Franz Grillparzer

Grillparzer wurde 1791 in Wien geboren. Sein Vater war Rechtsanwalt. Seine Mutter war die Tochter des Juristen und Komponisten Christoph Sonnleithner. Sie neigte zur Schwermut.

Franz studierte an der Universität Wien Jura und führte ein lockeres Studentenleben. Das änderte sich nach dem frühen (1809) Tod des Vaters. Grillparzer musste einen Brotberuf ergreifen und wurde zu einem fleißigen und erfolgreichen Beamten in der Finanzverwaltung. Im Jahr 1816 veröffentlichte er sein erstes und einziges Schicksalsdrama „Die Ahnfrau“.

Dabei wurde er durch den Schriftsteller und Direktor des Wiener Burgtheaters Joseph Schreyvogel angeleitet und unterstützt. Das Stück wurde ein großer Erfolg und an vielen Bühnen aufgeführt. In den folgenden Jahren wurde Grillparzer zu einem geachteten und häufig gespielten Dramatiker. Obwohl die meisten seiner Dramen vom Publikum freundlich aufgenommen wurden, wurde er vor allem von „jungdeutschen“ Autoren kritisiert und auch der österreichische Kaiser nahm Anstoß an seinem DramaEin treuer Diener seines Herrn“.

Ehrengrab auf dem Friedhof von Hietzing
Ehrengrab auf dem Friedhof von Hietzing

Grillparzer galt als eigenbrötlerisch. Er litt darunter, einerseits als kaiserlicher Beamter zur politisch-gesellschaftlichen Loyalität verpflichtet, andererseits verschiedensten Einflüssen von geistigen und kulturellen Strömungen seiner Zeit ausgesetzt zu sein. Als die Kritiken an ihm zunahmen und sich auf der Bühne auch einige Misserfolge einstellten, begann er an sich und seiner Dichtkunst zu zweifeln. Er zog sich immer mehr ins Privatleben zurück und unternahm mehrere Bildungsreisen, die ihn unter anderem nach Frankreich, England und Griechenland führten. Mit 30 Jahren hatte er die Wiener Fabrikantentochter Katharina Fröhlich kennengelernt und sich mit ihr verlobt. Wie es heißt, soll er sich jedoch ein Eheleben nicht zugetraut haben. Er mietete sich jedoch bei Katharina und deren Schwester ein und lebte bis zu seinem Tod mit den beiden Damen in Gemeinschaft. Ihnen hat er auch seinen gesamten Besitz vererbt.

Im Alter wurde dann Grillparzers Bedeutung zunehmend anerkannt. Er erfuhr eine Reihe von Auszeichnungen, wurde 1847 Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, 1859 Ehrendoktor der Universität Leipzig, 1861 auf Lebenszeit Mitglied des österreichischen Herrenhauses und 1864 Ehrenbürger seiner Heimatstadt Wien.

Grillparzer starb am 21. Januar 1872 und wurde mit öffentlichem Pomp beerdigt. Seine Gebeine befinden sich heute in einem Ehrengrab auf dem Friedhof von Hietzing (13. Wiener Gemeindebezirk).

Grillparzer gilt heute als bedeutendster Dichter Österreichs.

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Bildquellen:

Franz Grillparzer von Johann Joseph Schmeller aus dem Goethe Nationalmuseum, gemeinfrei

Grabmal auf dem Friedhof Hietzing CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14...

Franz Grillparzer, Urheber: Unbekannt, gemeinfrei

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