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Goethe hat ihn bewundert

Die glückliche Bekanntschaft des alten Goethe mit dem jungen Felix Mendelssohn Bartholdy war für beide eine äußerst beeindruckende und nachhaltige Begegnung. Von Anfang an verband beide eine tiefe Sympathie, die sich im Laufe der Jahre zu einem fruchtbaren Gedankenaustausch mit gegenseitiger Inspiration entwickelte. 

Robert Schuman

Robert Schuman

Heiner Timmermann

Robert Schuman – Visionär, Realist, Politiker

 

Der Mann, der den Deutschen die Hand reichte.

Für Europa können vier Symbole herhalten: Die Akropolis von Athen als Kennzeichen für Zivilisation, Demokratie, Philosophie, Naturwissenschaften; Literatur, Kultur, Sport, Mathematik, Physik; das Forum Romanum in Rom für Recht, Rechtsordnung, Rechtsstaat, Ord-nung, Verwaltung, Technik, Handel, Künste, Kultur, Biologie, Medizin, Sprache; Kreuz und Fisch als Symbole des Christentums für die Würde des Menschen, Menschenrechte, Schuld und Sühne, Glaube, Hoffnung und Liebe, Subsidiarität, Soziales, Theologie, Philosophie, Architektur, Musik, Spiritualität, Tradition, Kultur, Dichtung; die Tora als Symbol des Judentums für Kultur, Geschichte, Religion, Tradition, Natur- und Geisteswissenschaften. Der Europarat und die EU haben sich ein weiteres Symbol gegeben: Die Europaflagge besteht aus einem Kranz von zwölf goldenen fünfzackigen Sternen auf azurblauem Hintergrund. Sie wurde 1955 vom Europarat als dessen Flagge eingeführt und 1986 von der Europäischen Gemeinschaft übernommen. Heute ist sie vor allem als Symbol der Europäischen Union bekannt. Wenigen ist bekannt, dass dieses Symbol aus der Johannes-Offenbarung und der italienischen Renaissance-Malerei (Mariologie) stammt. 

Wie bei wohl keinem anderen Politiker des 20. Jahrhundert als bei Robert Schuman laufen diese Symbole zusammen für sein Leben und sein Lebenswerk. Geboren am 29. Juni 1886 in Clausen (Luxemburg) als einziges Kind der katholischen und lothringischen Eltern Jean-Pierre und Eugénie Schuman, geb. Duren. 1903/04 legte er das Abitur einmal in Luxemburg und einmal in Metz ab, um in Deutschland studieren zu können. Sein Studium der Rechtswissenschaften brachte ihn nach Bonn, München, Berlin und Straßburg. In Bonn wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung „Unitas Salia", der er bis zu seinem Tode am 4. September 1963 angehörte. Schwer trug er am Unfall seiner Mutter am 30. August 1911, wollte eine Zeitlang kath. Priester werden.

In der Kriegszeit (1914-1918) tat er Hilfsdienst bei der deutschen Armee in Metz und war Zivilbeamter am Bezirkspräsidium in Boulay. 1918 wurde er nach Rückzug der deutschen Truppen Stadtrat in Metz. Am 16.11.1919 wählte man ihn in die französische Nationalversammlung für die „Union Républican Lorraine" (URL, eine Katholische Volkspartei). Dieses Mandat behielt er bis zu seiner Verhaftung durch die Gestapo.

Während des Zweiten Weltkrieges bekleidete er kurzzeitig das Amt des Unterstaatssekretärs für das Flüchtlingswesen (März-Juli 1940) unter Paul Reynaud. Einen Eintritt in das Kabinett Pétain lehnte er ab. Am 14. September 1940 wurde er von der Gestapo verhaftet. Diese versuchte vergeblich, ihn für eine Mitarbeit zu gewinnen. Am 13. April 1941 ließ ihn Bürckel, Leiter der Zivilverwaltung als Zivilinternierter in die Pension Kohler in Neustadt an der Weinstraße bringen. Er hatte einige Freiheiten, konnte reisen. Man glaubte immer noch, ihn für den deutschen Staat gewinnen zu können. Vergeblich.

Ein Messbuch aus seiner Ministrantenzeit bleibt sein treuer Wegbegleiter in der Internierung. Täglich besucht er die Hl. Messe, empfängt Besucher, reist nach Heidelberg, Straßburg, Metz, Köln, Speyer und nach Freiburg, kann die Stadtbibliothek aufsuchen. Studienrat Dr. Georg Pfeifer veröffentlichte später einen wichtigen Satz aus seinen Gesprächen mit Robert Schuman: „Es gibt nur eine Rettung für Europa - das sind die vereinigten Staaten von Europa." Georges Ditsch (1898-1994) zitierte später Schuman. „Auch wenn dieser Krieg extrem fürchterlich ist, wird er eines Tages enden, und er wird mit dem Sieg der freien Welt enden... Man darf Ressentiments und Hass gegen die Deutschen nicht weiter führen... Wenn der Friede zurückgekehrt ist, müssen wir die Ursachen der Kriege erforschen und Strukturen erfinden, die eine Wiederholung solcher Katastrophen unmöglich machen... Doch nur eine demokratische Initiative wird die Zustimmung unserer Völker erlangen... Wir müssen durch friedliche Kooperation gemeinsam den Weg zur Einigung Europas suchen." 

Seine „Neustadter Visionen" verlassen ihn nicht. Er flieht aus Neustadt mit Hilfe von UNITAS-Freunden, kommt in Klöstern unter, wird 1944 politischer Berater von General Jean de Lattre. Robert Schuman wurde im Oktober 1945 erneut in die Nationalversammlung gewählt, wurde 1946-1947 Finanzminister, 1947-1948 kurzzeitig Ministerpräsident und vom Juli 1948 bis zum 8. Januar 1953 Außenminister. In diese Zeit fallen Entscheidungen, die das Gesicht Europas und der Welt maßgeblich bis heute prägen:

- Der nach ihm benannte Schuman-Plan 1950 und
- die Gründung der Montanunion - als Nukleus der heutigen Europäischen Union

1929
1929
Am Nachmittag des 9. Mai 1950 leitete Schuman, Außenminister Frankreichs mit "Es geht hier nicht um leere Worte, sondern um einen mutigen Akt, um einen konstruktiven Akt. Frankreich hat gehandelt, und die Folgen seiner Aktion können immens sein. Wir hoffen, dass sie es sein werden. Es hat vor allem für den Frieden gehandelt. Damit der Friede eine Chance hat, muss es erst ein Europa geben. Fast fünf Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands vollendet Frankreich den ersten entscheidenden Akt der europäischen Konstruktion und verbindet damit Deutschland. Ein Europa, in dem die Ruhr, die Saar und das französische Industriegebiet gemeinsam wirken, wird alle europäischen Nationen ohne Unterscheidung, sei es im Westen oder im Osten, und alle Gebiete, insbesondere Afrika ... an den Früchten seiner friedlichen Arbeit teilnehmen lassen. Das Projekt könnte auch ohne Deutschland verwirklicht werden. „In diesem Falle wird aber das politische Ziel nicht erreicht, die jahrhundertealte Animosität zwischen Frankreich und Deutschland zu überwinden." Damit ging Schumann den mutigsten und zukunftsträchtigsten Versuch seit dem Ende des Krieges ein. "Die französische Regierung schlägt vor," so heißt es weiter in der Regierungserklärung, "die Gesamtheit der französisch-deutschen Kohlen- und Stahlproduktion unter eine gemeinsame Oberste Aufsichtsbehörde (Haute Autorité) zu stellen, in einer Organisation, die den anderen europäischen Ländern zum Beitritt offen steht. Die Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion wird sofort die Schaffung gemeinsamer Grundlagen für die wirtschaftliche Entwicklung sichern - die erste Etappe der europäischen Einigung - und die Bestimmung jener Gebiete ändern, die lange Zeit der Herstellung von Waffen gewidmet waren, deren sicherste Opfer sie gewesen sind. Die Solidarität der Produktion, die so geschaffen wird, wird bekunden, dass jeder Krieg zwischen Frankreich und Deutschland nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich ist. Die Schaffung dieser mächtigen Produktionsgemeinschaft ... wird die realen Fundamente zu ihrer wirtschaftlichen Vereinigung legen."
Sowohl langfristige als auch kurzfristige Probleme sollten hierdurch gleichzeitig gelöst werden. Die langfristigen Ziele bestanden in der Bewahrung des Friedens, der europäischen Einigung und der deutsch-französischen Zusammenarbeit. "Es wird kaum möglich sein, den Weltfrieden zu erhalten, wenn wir uns nicht auch um neuartige Lösungen bemühen, die den drohenden Gefahren wirklich gerecht werden. ... Wenn eine echte Aussicht auf Frieden bestehen soll, muss zunächst Europa befriedet werden. ... Ein neu geordnetes und gesundes Europa kann im Zusammenleben der Völker einen unentbehrlichen Beitrag für die Aufrechterhaltung des Friedens leisten. ... Statt zur Einigung Europas ist es jedoch zum Krieg gekommen".
Das eigentliche Ziel der Erklärung war daher eine "europäische Föderation, die für die Erhaltung des Friedens unbedingt erforderlich ist." "Wenn die europäischen Völker zusammenfinden sollen, muss zunächst einmal der Jahrhunderte alte Gegensatz zwischen Frankreich und Deutschland ausgelöscht werden. Das begonnene Werk muss in erster Linie Frankreich und Deutschland umfassen." Diese Formulierung zielte auf die deutsch-französische Aussöhnung und hatte 1950 eine besondere Bedeutung. Nicht von ungefähr war Schuman im September 1949 von seinen zwei westlichen Außenminister-Kollegen, Dean Acheson und Ernest Bevin, bei einem Gespräch in Washington gebeten worden, die großen Linien der gemeinsamen Politik gegenüber Deutschland festzulegen.
"Europa wird nicht mit einem Schlage und auch nicht nach einem fertigen Gesamtplan entstehen, sondern durch konkrete Einzelleistungen, die zunächst einmal eine faktische Solidarität zwischen den einzelnen Völkern schaffen". Nicht Staaten sollen zusammengelegt werden, sondern Funktionen in Staaten, und hierfür sollten/könnten Kohle und Stahl, Eisenerz und Schrott, von dem es damals in Europa noch sehr viel gab, einen vielversprechenden Anfang bilden. Hinzu kam, dass der Schwerpunkt der westeuropäischen Kohlen- und Stahlproduktion auf einem überschaubaren Gebiet lag, das von nationalen Grenzen zerrissen war: Das Ruhr- und Saargebiet, Lothringen, Teile von Nordfrankreich, Luxemburg, Teile von Belgien und Holland. Wie konnte man dieses Gebiet anders als durch eine Hegemonialmacht in eine Hand sinnvoll überführen? Die 1926 gegründete Internationale Rohstahlgemeinschaft scheiterte. Einer Neuauflage stand man mit großer Skepsis gegenüber; denn dieses konnte man unmög-lich geschäftlichen Kartellen überlassen. Die im April 1949 gegründete Internationale Ruhr-behörde war weder in Deutschland, noch in Frankreich noch in Großbritannien und den USA beliebt. Die Saar wurde 1947 aus der französischen Besatzungszone ausgeklinkt, gab sich eine eigene Verfassung, in deren Präambel sie sich vom Deutschen Reich losgesagt hatte. Schrittweise wurde die Kohlenproduktion in französische Hände überführt, und das franzö-sisch-deutsche Saarabkommen von 1949 sowie die Saar-Konventionen vom März 1950 führten zu einer ernsten Verstimmung zwischen dem neuen westdeutschen Staat, Bundesrepublik Deutschland, und Frankreich. Die Schuman-Erklärung konnte aus all diesen Schwierigkeiten herausführen: "Durch die Zusammenlegung der Kohle und Stahlindustrie wird, als erste Etappe der europäischen Föderation, eine sofortige gemeinsame Grundlage für die wirtschaft-liche Entwicklung gelegt."

Die vorgeschlagenen Institutionen waren anderer Art als die bisher in Westeuropa bestehenden, nämlich OEEC, NATO und Europarat: "Die Gemeinsame Oberste Behörde, die für das Funktionieren des gesamten Vertragssystems verantwortlich ist, soll aus unabhängigen Persönlichkeiten bestehen, die von den Regierungen auf paritätischer Basis ernannt werden. Durch ein gemeinsames Abkommen wird von den Regierungen ein Präsident gewählt, dessen Entscheidungen in Frankreich, in Deutschland und den anderen Teilnehmerländern bindend sind. Geeignete Vorkehrungen werden Einspruchsmöglichkeiten gegen die Entscheidungen der Obersten Behörde gewährleisten."

Schuman dachte weiter als eine Koodinierungsstelle für die Kohle- und Stahlindustrie zu schaffen: "Durch diese Neugestaltung der europäischen Verhältnisse wird auch auf anderen Gebieten, auf denen bisher nicht daran zu denken war, ein gemeinsames Vorgehen möglich werden. ... Mit einfachen Mitteln und in kürzester Frist wird eine Interessenverschmelzung erreicht, auf der allein eine künftige Wirtschaftsgemeinschaft aufbauen kann. Zugleich wird damit ein Nährboden geschaffen, auf dem zwischen den Ländern, die sich lange Zeit in blutigen Fehden gegenüberstanden, eine umfassendere und tiefer verwurzelte Gemeinschaft heranwachsen kann. ... Mit verstärkten Kräften kann Europa auch dann an die Erfüllung einer seiner wesentlichsten Aufgaben weiterarbeiten: an der Entwicklung des afrikanischen Kontinents." 

Die Erklärung vom 9. Mai 1950 enthielt einfache und klare Formulierungen mit drei Hauptanliegen: Dem politischen: Erhaltung des Friedens, europäische Vereinigung und französisch-deutsche Aussöhnung. Dem wirtschaftlichen: Zusammenlegung der Kohle- und Stahlindustrien zur Rationalisierung der Produktion, Beseitigung von Wettbewerbsverzerrungen und Verwirklichung der Zollfreiheit unter den Teilnehmerländern. Dem institutionellen: Nur unabhängige und starke Institutionen können große politische Ideen in die operative Politik transferieren.

Obwohl der Plan den Namen des französischen Außenministers Robert Schuman trägt, waren die Autoren andere. Der eigentliche Initiator war der damalige Leiter des französischen Pla-nungsamtes für den sogenannten Modernisierungs- und Ausrüstungsplan, Jean Monnet. Die Präambel stammt teilweise von Schuman, den Hauptteil derselben verfasste Jacques Gascuel, Chefredakteur und Herausgeber der Zeitschrift "Perspectives". Die wirtschaftlichen Teile formulierte Pierre Uri, Mitarbeiter Monnets am Modernisierungsplan, die institutionellen Paul Reuter, Jura-Professor an der Universität Aix. Die Erwähnung der afrikanischen Entwicklung wird René Mayer zugeschrieben. Der Duktus der Sprachführung weist auf das Monnetsche Denken hin. 

Wichtige Termine für die Außenminister der drei Westmächte und die NATO-Ratssitzung in London im Mai kamen näher, auf denen über die Zukunft Deutschlands generell und die Erhöhung der Produktionsraten für Stahl speziell gesprochen werden sollte. Am 28. April 1950 hatte Monnet mit seinen Beratern seinen Plan Bidault, Ministerpräsident, zugesellt. Dieser schwieg. Am selben Tage erhielt ihn Schumans Kabinettschef Clappier, der ihn an Schuman sofort weiterleitete. Am Wochenende prüfte Schuman den Plan, und als Clappier ihn am 1. Mai vom Bahnhof abholte, sagte Schuman zu ihm: "Ich mache mit."

Auf der Pressekonferenz vom 9. Mai bemerkte Schuman, bevor er sich nach London verabschiedete: "..., Frankreich unterbreitet hier einen Vorschlag, dessen Schicksal es nicht voraussieht. Die Antwort liegt bei Europa." "Dann ist es also ein Sprung in Ungewisse?" fragte ein Journalist. Und Schuman antwortete: "Genau das ist es. Ein Sprung ins Unbekannte." 

Büste in Nat Neujean
Büste in Nat Neujean
Die Erklärung vom 9. Mai 1950 hat die kühnsten Erwartungen und Hoffnungen übertroffen. Die Keimzelle der heutigen Europäischen Union, ausgerichtet auf die Erhaltung des Friedens, den Wiederaufbau des zerstörten Europa, die Bewahrung der Freiheit, die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland, die Hebung des Wohlstandes und auf die Vereinigung der europäischen Staaten, hat die Intentionen ihrer Verfasser bei weitem übertroffen. Dem Besiegen Rechtsgleichheit innerhalb einer zukünftigen Gemeinschaft vorzuschlagen, das war kühn, visionär und erfolgreich. Die Ziele, nach denen Europäer im Zuge der Erklärung vom 9. Mai 1950 strebten, lauteten: Friede, Demokratie, Freiheit. Sie, verkündet vor mehr als 200 Jahren zuerst in der Amerikanischen, dann in der Französischen Revolution, hatten gerade im letzten Jahrzehnt nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Abschließend seien einige Passagen eines Textes von Robert Schuman zitiert, den er 1963 verfasste und der zu seiner Erklärung von 1950 wie zur heutigen Zeit gehört: "Wir müssen das geeinte Europa nicht nur im Interesse der freien Völker errichten, sondern auch, um die Völker Osteuropas in diese Gemeinschaft aufnehmen zu können, wenn sie, von den Zwängen, unter denen sie leiden, befreit, um ihren Beitritt und unsere moralische Unterstützung nachsuchen werden. Wir schulden ihnen das Vorbild des einigen, brüderlichen Europa. Jeder Schritt, den wir auf diesem Wege zurücklegen, wird für sie eine neue Chance darstellen. Sie brauchen unsere Hilfe bei der ungeheuren Aufgabe der Umstellung, die sie zu bewerkstelligen haben. Unsere Pflicht ist es, bereit zu sein."
Die Frage nach den geographischen Grenzen der Europäischen Gemeinschaft lag nach 1990 erneut auf dem Tisch und wurde im visionären Sinne Schumans gelöst. Eine englische Zeitung kommentierte im Mai 1950 pathetisch den Schuman-Plan mit: „Das ist das Ende des Vertrages von Verdun!" (Teilungsvertrag von 843)
1962 nimmt Schuman mit einem öffentlichen Brief Abschied von der Politik. Am 4. September 1963 verstirbt er in seinem Haus in Scy-Chazelles bei Metz.
Nach ihm sind Plätze, Straßen, öffentliche und private Einrichtungen, Stiftungen, Schulen, Kasernen, Akademien benannt. Auf Diözesanebene des Bistums Metz wurde der Seligsprechungsprozess 2004 abgeschlossen. Bei den Akten liegt ein Aufsatz des Verfassers aus dem Jahre 2000.

 

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Bildquellen:
- Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst - Zentralbild (Bild 183)/Bundesarchiv, Bild 183-19000-2453 / CC-BY-SA: "Robert Schumann" (Aufn.: August 1949); wikipedia
- Europaflagge wikipedia
- Agence Meurisse: Pressefoto "Robert schuman, député (Moselle)", 1929; wikipedia
- Varech: Buste de Robert Schuman par Nat Neujean au parc du Cinquantenaire à Bruxelles, Belgique. 13. Februar 2011; wikipedia