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Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Der freie Fall

Der freie Fall

Carolin Eberhardt

Inhalt:

Der Träumer befindet sich vielleicht auf einer sehr weit oben gelegenen Anhöhe, welche ein Gebäude, ein Berg oder anderes sein kann. Vielleicht aber kann sich der Träumer gar nicht konkret daran erinnern, wo er sich zuvor befand oder was im Vorfeld geschehen ist. Eines ist aber bei dieser Art von Träumen immer gleich: Der schlafende Mensch beginnt plötzlich und unerwartet, von einer gewaltigen Höhe nach unten zu fallen. Er spürt dabei merklich das bekannte Kribbeln, was der Mensch verspürt, wenn er stark beschleunigt wird. Natürlich wird der Träumer panisch und kann sich in dieser Situation nicht helfen. Glücklicherweise erwacht er kurz vor dem Aufprall, allerdings schweißgebadet, verängstigt und verwirrt.

Deutung:

Wie bereits bei der Betrachtung des Inhalts festgestellt, entwickelt der Träumer während des Fallens ein Gefühl von Hilflosigkeit. Dieses Empfinden kann als Ursache für den Traum selbst interpretiert werden. Möglicherweise hat der betreffende Mensch vor kurzem einen Kontrollverlust erlebt.  Dieser kann durch verschiedene Aspekte hervorgerufen werden. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass der Träumer mit der Erfüllung seiner verschiedenen sozialen Rollen überfordert ist, sich somit unsicher fühlt und der Eindruck entsteht, ihm wächst der Alltag über den Kopf. Somit stellt sich der Verlust der Kontrolle ein. Zum anderen leidet der Träumer vielleicht schon seit längerer Zeit über ein wenig ausgeprägtes Selbstbewusstsein, was dazu führt, dass er sich gegenüber seiner Umwelt nur schwer durchzusetzen vermag. Weiterhin ist in Erwägung zu ziehen, dass der träumende Mensch ein Ziel, auf welches er lange Zeit hingearbeitet hat, verfehlt hat und sich selbst daran die Schuld gibt. In den meisten Fällen ist sich der Träumer der Tatsache zunächst gar nicht bewusst, dass das Gefühl des unkontrollierten Fallens eine Verbindung zu einer von ihm erlebten reellen Erfahrung aufweist. Deswegen ist es insbesondere notwendig, sich mit der Ursachenforschung zu beschäftigen, um den ausschlaggebenden Aspekt zu verbessern bzw. zu beseitigen.

 

*****

Textquelle:

In Anlehnung an: Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig und Wien: Franz Deuticke, 1900. 

 

Bildquelle: 

mann-herbst-aktion-fallen-1838330, 2016, Urheber: Pexels via Pixabay CCO.

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