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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Iphigenie auf Tauris

Iphigenie auf Tauris

Luise Knoll

Goethes berühmtes Drama

Das Drama „Iphigenie auf Tauris" wurde am 13. Januar 1787 von Goethe während seiner Italienreise fertiggestellt. Die erste Prosafassung erarbeitete er 1779 in nur wenigen Wochen. Durch das Aufgreifen eines bekannten, antiken Stoffes ist diese kurze Entstehungszeit möglich geworden. Er wandelte den vorliegenden Stoff um und setzte sich im Laufe der nächsten Jahre mit dieser Arbeit weiter auseinander. Als er aus Weimar nach Italien flüchtete, nahm er das Drama mit. Dort gelangte er zu einer neuen ästhetischen Sensibilität, die sich auch in seinem literarischen Schaffen widerspiegelte.

Goethe griff für sein Drama auf einen antiken Stoff zurück, der auch nach ihm weitere Adaptionen fand. Das Schauspiel spielt einige Jahre nach dem Krieg um Troja auf Tauris, der heutigen Insel Krim, vor dem Tempel von Diana. In der antiken Mythologie ist Iphigenie die Tochter von Agamemmnon und Klytaimnestra. Göttin Artemis verhindert aus Zorn gegenüber Agamemmnon das Auslaufen der griechischen Flotte nach Troja. Agamemmnon ist bereit, Iphigenie zu opfern, sodass die Göttin von ihrem Urteil abrücke. Aber Göttin Artemis rettet Iphigenie auf einer Wolke von dem Opferaltar. Deshalb wird sie nach Taurien versetzt und dient der Göttin als Priesterin. Dennoch fühlt sich Iphigenie auf dieser Insel gefangen und sehnt sich nach ihrer Familie.

Ein zweiter Handlungsstrang des Tantalidengeschlechtes wird hinzugefügt. Klytaimnestra hegt eine Feindseligkeit während des Trojanischen Krieges gegen ihren Mann. Als er zurückkehrt, ermordet sie ihn mit der Unterstützung ihres Geliebten im Bad. Aus Rache bringt Orest wiederum seine Mutter und ihren Geliebten um. Infolgedessen wird er wegen dieses Verbrechens von den Rachegöttinnen gejagt und in den Wahnsinn getrieben.

Um erlöst zu werden, muss er nach Taurien gehen und das Götterbild der Artemis rauben und dieses nach Griechenland bringen. Der Diebstahl gelingt durch den Einsatz von Iphigenie.

Iphigenie wird in dem Mythos ohne moralische Bedenken charakterisiert. Goethe nimmt hier eine zentrale und wichtige Abwandlung vor. Denn in seiner Iphigenie möchte sie die Gewaltspirale auflösen und den Tantalidenfluch, der auf ihrer Familie lastet, durchbrechen.

Als Iphigenie einen Heiratsantrag von dem König Thoas bekommt, gibt sie sich als Tantalidin zu erkennen, um diesem Antrag zu entkommen. Aber der König durchschaut sie und betrachtet dies nur als Vorwand. Deshalb führt er die zuvor abgeschafften Menschenopfer wieder ein. Iphigenies Bruder Orest und sein Freund Pylades sollen geopfert werden. Pylades entwickelt einen Fluchtplan, jedoch gerät Iphigenie dadurch in einen schwierigen Konflikt. Würde sie die Flucht umsetzen, so wären die drei Griechen gerettet, aber sie würde den Tantalidenfluch, der auf ihrer Familie lastet, fortsetzen. Iphigenie setzt auf die Menschlichkeit Thoas´ und sagt ihm die Wahrheit. Schließlich lässt der König Orest, Pylades und Iphigenie nach Griechenland ziehen.

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Foto: Wikipedia gemeinfrei

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