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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


Vom Himmel hoch, da komm ich her

Vom Himmel hoch, da komm ich her

Martin Luther

Das bekannteste Lied Martin Luthers

Die Liedschöpfung von Martin Luther wird nicht nur bei protestantischen Weihnachtsgottesdiensten gemeinsam gesungen, sondern auch im Familienkreis zu Weihnachten. Der Text erschien erstmalig im Jahre 1535. Zunächst wurde eine traditionelle Volksweise gesungen, welche inhaltlich die Weihnachtsgeschichte wiedergibt. Die heute bekannte Melodie komponierte Luther im 1539 und veröffentlichte diese 1540. Zwar schuf Luther anlässlich aller christlicher Feste insgesamt über 30 Lieder, welche heute noch in einigen evangelischen Liederbüchern zu finden sind. Doch hatte Vom Himmel hoch, da komm ich her auch eine persönliche Bedeutung für den aus Eisleben stammenden Theologieprofessor. Eigens für die Weihnachtsbescherung seiner Kinder schuf er das feierliche Stück.

Carolin Eberhardt.

1. Strophe

Vom Himmel hoch, da komm ich her,

ich bring euch gute neue Mähr',

der guten Mähr' bring ich so viel,

davon ich sing'n und sagen will.


2. Strophe

Euch ist ein Kindlein heut gebor'n,

von einer jungfrau auserkor'n,

ein Kindelein so zart und fein,

das soll eu'r Freud und Wonne sein.


3. Strophe

Es ist der Herr Christ unser Gott,

der will euch führ'n aus aller Not;

er will eu'r Heiland selber sein,

von allen Sünden machen rein.


4. Strophe

Er bringt euch alle Seligkeit,

die Gott der Vater hat bereit,

dass ihr mit uns im Himmelreich

sollt leben nun und ewiglich.


5. Strophe

So merket nun das Zeichen recht:

Die Krippe, Windelein so schlecht,

Da findet ihr das Kind gelegt,

Das alle Welt erhält und trägt.


6. Strophe

Des lasst uns alle fröhlich sein

Und mit den Hirten geh‘n hinein,

Zu seh‘n, was Gott uns hat beschert,

Mit seinem lieben Sohn verehrt.


7. Strophe

Merk auf, mein Herz, und sieh dorthin!

Was liegt dort in dem Krippelein?

Wes ist das schöne Kindelein?

Es ist das liebe Jesulein.

Vom Himmel hoch, da komm ich her (Engel)

8. Strophe

Sei mir willkommen, edler Gast!

Den Sünder nicht verschmähet hast

Und kommst ins Elend her zu mir,

Wie soll ich immer danken dir?


9. Strophe

Ach, Herr, du Schöpfer aller Ding,

Wie bist du worden so gering,

Dass du da liegst auf dürrem Gras,

Davon ein Rind und Esel aß!


10. Strophe

Und wär' die Welt vielmal so weit,

Von Edelstein und Gold bereit',

So wär sie doch dir viel zu klein,

Zu sein ein enges Wiegelein.


11. Strophe

Der Sammet und die Seide dein,

Das ist grob Heu und Windelein,

Darauf du König groß und reich

Herprangst, als wär's dein Himmelreich.


12. Strophe

Das hat also gefallen dir,

Die Wahrheit anzuzeigen mir:

Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut

Vor dir nichts gilt, nichts hilft noch tut.


13. Strophe

Ach, mein herzliebes Jesulein,

Mach dir ein rein, sanft Bettelein,

Zu ruhen in meins Herzens Schrein,

Dass ich nimmer vergesse dein.


14. Strophe

Davon ich allzeit fröhlich sei,

Zu springen, singen immer frei

Das rechte Susaninne schon,

Mit Herzenslust den süßen Ton.


15. Strophe

Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,

Der uns schenkt seinen ein'gen Sohn.

Des freuen sich der Engel Schar

Und singen uns soch neues Jahr.



*****

Bildquellen:

Vorschaubild: Julekort, ca 1912, Urheber: unbekannt via Wikimedia Commons Public Domain.

Weihnachtsengel, 2015, Urheber: hrohmann via Pixabay CCO.

Notensatz: Carolin Eberhardt

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